Politik

Tempo 80 oder 100? Fronten bleiben verhärtet

Am Mittwochabend prallten im Ausschuss zum Thema flexibles Umwelt-Tempolimit die Meinungen aufeinander.

Tempo 80 oder 100? Fronten bleiben verhärtet SN/robert ratzer

Während Autofahrer auf der stauanfälligen Stadtautobahn froh sind, mit 40 km/h voranzukommen, diskutiert der Landtag über die Höchstgeschwindigkeit: 80 oder 100? Obwohl er das rechtlich nicht beschließen kann, wie der Landeslegist Paul Sieberer feststellte.

Die Fronten sind verhärtet. Am Mittwochabend prallten im Ausschuss zum Thema flexibles Umwelt-Tempolimit die Meinungen aufeinander. Die FPS, die beantragt hat, dass der Achtziger nur noch für Lkw gelten soll, stützt sich auf die Fachleute Gerhard Kronreif und Ernst Pfleger. Kronreif stellte fest: Bei 80 km/h für alle Fahrzeuge habe sich die Gefahr wegen des dichteren Verkehrs auf dem rechten Fahrstreifen erhöht. Ein Unterschied von 20 km/h zwischen Pkw und Lkw würde die Abstände vergrößern und die Auffahrunfallgefahr mindern. Experten der Landesregierung sagen, dass die Wahrscheinlichkeit für Unfälle mit Verletzten bei 100 doppelt so hoch sei wie bei 80. Auch Unfälle mit Sachschaden gingen zurück. Selbst die Zunahme an Unfällen beim Fahrstreifenwechsel konzentriere sich auf die sensiblen Bereiche, wie den Tunnel und die Auffahrt Nord, nicht auf den gesamten Abschnitt. Schließlich kam ein abgeänderter Antrag zur Abstimmung: Das Limit solle der jeweiligen Gefahrensituation angepasst werden. Eine Mehrheit aus ÖVP und Grünen lehnten ihn gegen FPS und SPÖ ab.

Quelle: SN

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