Politik

U-Bahn bis zum Mirabellplatz: Stadt Salzburg steht vor historischem Beschluss

Am Montag wird der Stadtsenat einen Grundsatzbeschluss fassen. Die Lokalbahn soll unterirdisch bis zum Mirabellplatz fahren. Das Verkehrsministerium hat erfreuliche Post nach Salzburg geschickt.

Der Tunnel soll um 750 Meter verlängert werden. Dann würde die Lokalbahn nicht mehr wie seit 1996 beim Hauptbahnhof stoppen, sondern zum Mirabellplatz durchfahren können. SN/robert ratzer
Der Tunnel soll um 750 Meter verlängert werden. Dann würde die Lokalbahn nicht mehr wie seit 1996 beim Hauptbahnhof stoppen, sondern zum Mirabellplatz durchfahren können.

Es ist ein Grundsatzamtsbericht, auf den man seit Jahrzehnten wartet. Am Montag wird er im Stadtsenat diskutiert und beschlossen. Es geht um die unterirdische Verlängerung der Lokalbahn.

Diese fährt seit 1996 bis zum Hauptbahnhof. Der Tunnel endet dort. Wer weiter in die Stadt will, muss in den Obus umsteigen.

Nun sollen die 750 Meter bis zum Mirabellplatz unterirdisch weitergeführt werden. Dem Amtsbericht beigefügt ist ein aktuelles Schreiben des Generalsekretärs im Verkehrsministerium. Das Signal aus Wien ist positiv.

Die Verlängerung der Lokalbahn sei eine sehr sinnvolle Maßnahme. Geklärt werden müsse die Finanzierung, schreibt der Generalsekretär. Im Verkehrsressort des Bundes gebe es nicht genügend Mittel. Man sei bereit, unterstützend in Gesprächen mit dem Finanzministerium zu helfen.

Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) sagt: "Ich hoffe auf einen einstimmigen Beschluss am Montag. Wir müssen ein klares Signal nach Wien senden." Der Zeitplan liegt da.

Heuer noch soll eine Planungsgesellschaft installiert werden. 2019 und 2020 soll die Einreichplanung stehen, 2021 die Genehmigungsverfahren durchgeführt werden. Ein Baustart ist 2022 geplant, Inbetriebnahme 2024.

Verlängerung kostet 140 Millionen Euro

Finanziell hofft die Stadt auf eine 50-prozentige Kostenübernahme durch den Bund und etwa ein Viertel durch das Land. Vorgesehen werden sollen im Stadtbudget 600.000 Euro an Planungskosten pro Jahr. Für 2022 und 2023 sollen fünf Millionen Euro pro Jahr an Baukosten berücksichtigt werden.

"Das Ministerium muss sehen, dass es uns ernst ist", sagt Preuner. In Summe dürfte die Verlängerung rund 140 Millionen Euro kosten. Die Neos begrüßen den Grundsatzamtsbericht. Es sei der "größte verkehrspolitische Schritt in Salzburg seit Jahrzehnten".

Interessiert ist das Verkehrsministerium auch ausdrücklich an einer Erschließung des Stiegl-Gleises in Maxglan. Das Verkehrsministerium wolle das Projekt weiterverfolgen, heißt es in dem Schreiben.

Laut Amtsbericht werden noch weitere Ausbauschritte geprüft, etwa die Errichtung der Messebahn, die SPÖ-Vizebgm. Bernhard Auinger vorgeschlagen hat. Mit einem 900 Meter langen Gleis könnte hier das Messezentrum per Bahn erschlossen werden.

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