Politik

UKH Salzburg soll ins LKH übersiedeln: "Prinzipiell einig"

Das Unfallkrankenhaus Salzburg soll auf das Gelände des Landeskrankenhauses in Mülln übersiedeln. Zumindest theoretisch.

UKH Salzburg soll ins LKH übersiedeln: "Prinzipiell einig" SN/robert ratzer
Wird das Unfallkrankenhaus übersiedeln?

Noch ist es ein weiter Weg, bis die Pläne umgesetzt werden könnten. Prinzipiell seien sich die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA), die Trägerin des Salzburger Unfallkrankenhauses (UKH), und das Land Salzburg darüber einig, dass das UKH mittelfristig auf das Gelände des LKH übersiedeln soll. Das bestätigte Spitalsreferent Christian Stöckl (ÖVP) am Donnerstag.

Arbeit an Absichtserklärung

Spruchreif sei aber noch gar nichts. "Wir sind derzeit dabei, eine Absichtserklärung zu verfassen", sagt der Landeshauptmann-Stellvertreter. Dann müsse die Übersiedelung erst in den Gremien besprochen werden, auch die Mitarbeiter müsste man erst genau informieren. "Es war nicht ideal, dass diese Pläne bereits jetzt an die Öffentlichkeit gekommen sind. Die Mitarbeiter mussten das nun über die Medien erfahren."

Kosten sparen durch Synergieeffekte

Klar ist aber auch, dass diese Übersiedlungspläne große Investitionen mit sich bringen würden. Höchstwahrscheinlich würde das UKH in ein neu errichtetes Gebäude auf dem Gelände des Landeskrankenhauses angesiedelt werden. Platz dafür wäre jedenfalls, sagt Stöckl. "Bei der Chirurgie West haben wir noch große Flächen für Mitarbeiterparkplätze. Die werden frei, wenn das neu errichtete Parkhaus seinen Endausbau erreicht hat. Und auch im Bereich des alten Parkhauses wäre noch Platz." Auf lange Sicht würden sich diese Investitionen lohnen, sagt Stöckl. "Wir arbeiten wesentlich wirtschaftlicher, wenn die Fachbereiche der Unfallchirurgie zusammen geführt sind."

AUVA: "Es geht nicht um Einsparung"

Für die Trägerin des Salzburger Unfallkrankenhauses, die AUVA, stehen die wirtschaftlichen Aspekte bei der Übersiedelung nicht im Vordergrund. Ein isoliertes Unfallkrankenhaus entspreche schlichtweg nicht mehr dem Stand der Dinge in der Medizin, sagt AUVA-Obmann Anton Ofner.

"UKH ist nicht baufällig"

Das bestehende UKH sei übrigens alles andere als baufällig. "Wir haben sehr gut auf das Gebäude geschaut. Es ist allerdings in einem Alter, wo man die eine oder andere Sanierung benötigt, aber das ist ganz normal." Die AUVA will das Gebäude künftig jedenfalls weiter nutzen. "Wir versuchen eine intelligente Nachnutzung zu finden. Konkrete Pläne dafür gibt es aber noch nicht."

Schwierige Führung über zwei Träger

Wie es aber genau funktionieren soll, ein Unfallkrankenhaus mit zwei Trägern, dem Land und der AUVA, zu führen, ist aber noch nicht klar. Zuletzt war das Land auch daran gescheitert, die Internen Abteilungen des Krankenhauses Oberndorf und des LKH durch einen Primar führen zu lassen. Die Zusammenlegung von LKH und UKH wäre rechtlich noch weit komplexer. "Deshalb müssen wir uns nun die Zeit nehmen, alles genau zu planen", sagt dazu Stöckl. Vor dem Jahr 2025 seien diese Pläne nicht abzuschließen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 24.09.2018 um 01:40 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/ukh-salzburg-soll-ins-lkh-uebersiedeln-prinzipiell-einig-1085836

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