Politik

Ukraine-Krieg: Versorgung mit Gas ist in Salzburg vorerst gesichert

Landeshauptmann Wilfried Haslauer verwies auf derzeit gut gefüllte Speicher. Sollte es zu einem Engpass kommen, würden Haushalte bevorzugt. Erzbischof Franz Lackner zeigte sich erschüttert und schockiert.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) bereitet Spitäler und das Land auch darauf vor, dass möglicherweise Verwundete und Flüchtlinge aufgenommen werden müssen.  SN/land salzburg / neumayr – leop
Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) bereitet Spitäler und das Land auch darauf vor, dass möglicherweise Verwundete und Flüchtlinge aufgenommen werden müssen.

Die Invasion russischer Truppen in die Ukraine wurde am Donnerstag auch in Salzburg scharf verurteilt. Erzbischof Franz Lackner zeigte sich erschüttert und schockiert: "Die zahlreichen Aufrufe zur Deeskalation wurden nicht gehört. Umso mehr ist es nun unsere Pflicht, solidarisch mit allen zu sein, die sich für den Frieden einsetzen, die unter dem aufziehenden Grauen des Krieges leiden."

Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) sagte in diesem Zusammenhang, mit Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP) habe er vereinbart, dass in Salzburgs Spitälern Vorbereitungen für den Fall getroffen werden, dass es einen Aufnahmebedarf für Verwundete gibt. Auch im Hinblick auf eine mögliche Flüchtlingswelle bereite man sich vor, indem man Container bevorrate, um kurzfristig Flüchtlingsquartiere errichten zu können. Haslauer wies darüber hinaus darauf hin, dass die Versorgung mit Gas vorerst sichergestellt sei. Die Speicher seien mit rund 43 Prozent gefüllt und die Salzburg AG habe bereits Gas für 2022 und 2023 bestellt. Haushalte würden bei Lieferengpässen vorrangig behandelt. Das Heizkraftwerk Mitte der Stadt Salzburg könne nicht nur mit Gas, sondern auch mit Heizöl schwer befeuert werden. Im Bundesland gebe es, sagte Haslauer, 40 Unternehmen, die regelmäßig in die Ukraine exportierten, nach Russland seien es 80.

LH-Stv. Heinrich Schellhorn (Grüne) betonte, beim Heizen sollte man auf Hackschnitzel und Pellets statt auf Öl und Gas setzen, um von Energieimporten unabhängiger zu werden. Jetzt sei ein guter Zeitpunkt für den Umstieg und er verwies dabei auf Förderungen von Land und Bund. Die Salzburg AG forderte er auf, "offensiver aus Gas auszusteigen und geplante Investitionen in Gasleitungen zu überdenken".

Der Salzburger Gemeinderat Kay-Michael Dankl (KPÖ Plus) hält es für notwendig, Gazprom und russische Oligarchen als potenzielle Sponsoren der Salzburger Festspiele auszuschließen. Gazprom stehe für alles, "was schiefläuft bei der Abhängigkeit von Öl und Gas".

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