Politik

Video: Drei Demonstrationen vor Planungsausschuss

Am Donnerstag standen sich vor dem Schloss Mirabell gleich drei Bürgerinitiativen gegenüber: Gegner und Befürworter der Innenstadtsperre und die Gegner der Pläne für die Verbauung des Rehrl-Platzes.



Für eine sommerliche Autosperre der Innenstadt. Gegen eine solche Sperre. Und gegen den geplanten Wohnbau auf dem Franz-Rehrl-Platz. So lassen sich die Anliegen zusammenfassen, für und gegen die am Donnerstag demonstriert wird. Vor dem Schloss Mirabell, in dessen Innenhof, schließlich in dessen Eingeweiden. Die Polizei hat nur einen einzigen Beamten abkommandiert - und der ist Jurist. Mit gröberen Ausschreitungen wird seitens der Behörde offenbar nicht gerechnet.

Auf dem Höhepunkt der Veranstaltung bildet sich, von oben betrachtet, ein Dreieck aus engagierten Demonstranten; und zwar so, dass ein Dutzend Kämpfer für den Rehrlplatz eine Linie quer über die Schlosseinfahrt bilden und gleichsam eine Blockade aus Plastikschildern errichten. Angeführt wird diese Fraktion augenscheinlich vom Salzburger Weihbischof Andreas Laun - er ist Anrainer.

Zu seiner Linken sammeln sich rund 15 Anhänger einer möglichst autofreien Innenstadt, die sich samt Plakaten im Spalier aufstellen. Ihr Taktgeber: Peter Haibach von der Verkehrsplattform. Auffällig in dieser Gruppe ist der hohe Anteil grüner Politiker.

Schräg gegenüber bringen sich die Anhänger des Automobils in Stellung: Die Anti-Stau-Initiative des Salzburger Anwalts Peter Harlander. Unterstützt von der Elite der Stadt-ÖVP, sind Harlanders Streiter von Anfang an im akustischen Vorteil: Sie haben ein Mikrofon samt Lautsprecher mitgebracht. Auto-Gegner Haibach dagegen muss schreien. Die Rehrlplatz-Gruppe schweigt.

In der Mitte des Ganzen, eher umzingelt, drängen sich Journalisten und Fotografen. Ganz haarig wird es nur, wenn Autos in den Innenhof des Stadtregierungsschlosses fahren wollen - dann zerstreut sich die geometrische Figur kurz, um wenige Augenblicke später wieder in alter Konstellation zusammenzufinden.

Kommunikation zwischen den Gruppen findet sporadisch statt. Haibach findet "die jungen Leut’" von der Gegenseite "eh sympathisch", auch wenn deren Standpunkte von vorgestern seien. Die Angesprochenen formulieren den Verdacht, dass Haibachs Verkehrsplattform mehr oder minder nur aus ihm selbst bestehe. In diese Auseinandersetzung gerät unversehens der Weihbischof, der, sichtlich indisponiert, allen Argumenten lauschen muss - obwohl er doch eigentlich nur wegen dem Rehrlplatz da ist.

Schließlich verlagert sich das Zusammensein in Richtung Planungsausschuss. Der Vorsitzende mahnt streng Disziplin ein, und das funktioniert. Unter Buhrufen des Publikums werden die vorgelegten Pläne für den Rehrlplatz zur Kenntnis genommen, die Altstadtsperre wird im Ausschuss beschlossen. Man trennt sich ohne weitere Feindseligkeiten.

Aufgerufen am 20.10.2018 um 09:41 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/video-drei-demonstrationen-vor-planungsausschuss-6106717

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