Luftraum

"Freunde als Feinde" - Bundesheer und Red Bull zeigen Partnerschaft als Abfangmanöver

Die im Jahr 2004 begründete Partnerschaft zwischen Red Bull und den Luftstreitkräften des Bundesheeres ist am Dienstag in Salzburg lautstark bekräftigt worden. Ein Alphajet der "Flying Bulls" diente als Feinddarsteller bei einem Abfangmanöver mit zwei Eurofightern.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Salzburger Getränkekonzern und dem Militär entwickelte sich aus gemeinsamen Projekten, deren Anfänge bis 1997 zurückreichen. Die 2004 fixierte Partnerschaft musste zwei Jahre später wegen einer Umstrukturierung der Luftstreitkräfte schon wieder eingedampft werden.

Jahre vergingen, die Partner näherten sich in dieser Zeit wieder an und am Dienstag kam es im Hangar-7 zum offiziellen Neustart. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner überreichte als Symbol dieses Neustartes die Auszeichnung "Partner des Bundesheeres" an Red Bull, die "Flying Bulls"-Pilot Raimund Riedmann entgegennahm. Der Salzburger Konzern und das Bundesheer arbeiten bereits an der nächsten "AirPower", der Termin ist noch offen.

Partnerschaft erneuert: Raimund Riedmann (Flying Bulls), Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Brigadier Gerfried Promberger (Kommandant der Luftstreitkräfte). SN/christian sprenger
Partnerschaft erneuert: Raimund Riedmann (Flying Bulls), Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Brigadier Gerfried Promberger (Kommandant der Luftstreitkräfte).

Lautstarker Höhepunkt der Zeremonie war ein Abfangmanöver über dem Salzburger Flughafen. Die Übungsannahme laut Brigadier Gerfried Promberger (Kommandant der Luftstreitkräfte): "Wir werden ein ,comm lost'-Procedere durchführen." Eine Maschine verliert Funkkontakt und wird von zwei Eurofightern zur Landung gezwungen. Die Feinddarstellung durch den Alphajet der Flying Bulls erfolge natürlich "in bester Freundschaft und Kooperation".

"Luftraumsicherheit ist verbesserungswürdig"

Das Manöver hat laut Tanner einen durchaus realistischen Hintergrund: 50 bis 60 Mal jährlich müssen die Eurofighter alarmmäßig aufsteigen. Wie ist es deshalb um die Luftraumsicherheit bestellt? Airchief Promberger bezeichnete diese vor Journalisten als verbesserungswürdig. Material und Personal fehle. Promberger: "Vor allem die Sparjahre 2015, 2016 und 2017 waren in diesem Zusammenhang ein 'deep impact'."

An der Erneuerung der Flotte werde aber gearbeitet. So kauft das Heer 18 weitere Mehrzweckhubschrauber des italienischen Herstellers Leonardo.

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