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Wahlkarten werden verschickt: Noch wenig Interesse in Salzburg

Ab Montag werden in Salzburg die Wahlkarten ausgegeben. Wer eine will, muss argumentieren.

Wahlkarten werden verschickt: Noch wenig Interesse in Salzburg SN/APA/NEUMAYR/MMV
Ab Montag kann gewählt werden.

Am 2. Oktober wählt Österreich einen neuen Bundespräsidenten - und zwar bereits zum dritten Mal. Wer an diesem Tag nicht zuhause ist, kann auch per Brief wählen. Die Wahlkarten werden in den meisten Gemeinden Salzburgs ab kommenden Montag ausgegeben. Beantragen kann man diese online oder beim Gemeindeamt im Wohnort. In der Landeshauptstadt können Bürger im Schloss Mirabell oder im Kieselgebäude von Montag bis Donnerstag (7.30 bis 16 Uhr) und am Freitag (7.30 bis 13 Uhr) ihre Wahlkarten beantragen. Stadt-Salzburger können dort auch gleich direkt wählen - weil die Stadt auch gleichzeitig Bezirkswahlbehörde ist. In den restlichen Salzburger Gemeinden ist das nicht möglich. Wähler müssen die ausgefüllte Wahlkarte also in den nächsten Briefkasten werfen. Die Frist zur Ausstellung der Wahlkarten endet am Freitag, 30. September.

"Spaßbegründungen" zählen nicht

Wer eine Wahlkarte beantragt, muss begründen, warum er oder sie das "eigene" Wahllokal nicht aufsuchen kann. Ausdrücklich wird in einem eigenen "Leitfaden für die Wiederholung des zweiten Wahlganges am 2. Oktober 2016" darauf hingewiesen, dass "Spaßbegründungen" à la "Will nicht im Wahllokal wählen" nicht zu akzeptieren sind. "Wer voraussichtlich am Wahltag nicht sein Wahllokal besuchen kann, kann einen Antrag stellen. Das ist eine Formalvorschrift, das ist nicht streng zu prüfen. Wir machen also kein Verhör und lassen uns auch keine Urlaubsbuchungen vorlegen", erklärt dazu Franz Schefbaumer, Wahlamtsleiter in der Stadt Salzburg. Komplett neu sei dies allerdings nicht. Auch bisher hätten die Bürger auf den Formularen allerdings schon eine Begründung ankreuzen müssen.

Sinkt die Wahlbeteiligung?

Auch die bereits schriftlich beantragten Wahlkarten werden ab Montag verschickt. Bislang ist der Ansturm aber nicht sonderlich groß. "Es sind spürbar weniger als bei den ersten beiden Wahlgängen. Wir sind mit derzeit rund 1000 Wahlkarten deutlich darunter", sagt Schefbaumer. Eine stark sinkende Wahlbeteiligung könne man daraus aber noch nicht ablesen. "Dass weniger Anträge da sind, könnte auch auf die Urlaubszeit zurückführbar sein."

Quelle: SN

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