Politik

Warum nicht zwei Frauen an der Bürgerlisten-Spitze?

Eine weibliche Doppelspitze hält Langzeit- Gemeinderätin Inge Haller (seit 2004) für ein durchaus realistisches Szenario in der Bürgerliste.

Ingeborg Haller (Bürgerliste) will weiter mitmischen.  SW/VIPS
Ingeborg Haller (Bürgerliste) will weiter mitmischen. 

Redaktion:
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Redaktion: Frau Haller, Kollege Osman Günes wechselte quasi über Nacht von der SPÖ zur ÖVP. Was sagen Sie?
Ingeborg Haller: Dass Leute ihre Fraktionen verlassen, ist nichts ganz Neues - auch die ÖVP hat es schon getroffen: Elisabeth Promegger war so ein Beispiel.

In diesem Fall ändern sich aber die Machtverhältnisse, SPÖ und Bürgerliste haben im Stadtparlament keine Mehrheit mehr.
Das sehe ich entspannt. Rein rechnerisch hat der Bürgermeister jetzt die Mehrheit, aber in der Praxis wird sie ihm nichts nutzen für die verbleibende Zeit (bis zur Gemeinderatswahl im März 2019). Sehen wir uns die Themen an: Das Budget (wo die FPÖ noch fast jedes Mal dagegengestimmt hat) und die Schulsanierungen, für die es ohnehin ein breites Bekenntnis im mittelfristigen Budget gibt. An baulich intakten Schulen sollten sowieso alle Interesse haben und dass es mit dem Bildungscampus Gnigl nicht getan ist, ist den meisten klar.

Bei unserem letzten Gespräch haben Sie über Ihren Brustkrebs gesprochen. Wie geht es Ihnen?
Danke der Nachfrage, einigermaßen gut. Ich arbeite und mache auch Politik.

Als Padutsch-Nachfolgerin wurde Landesrätin Martina Berthold vorgestellt. In welcher Funktion stehen Sie der Bürgerliste nach März 2019 zur Verfügung?
Martina Berthold ist eine Powerfrau voller Kraft und Ideen. Ich bin froh, dass sie als neue Spitzenkandidatin ins Rennen geht. Ich werde mich bei der nächsten Stadtversammlung für den 3. Listenplatz bewerben (der zweite geht wegen des Reißverschlusssystems an einen Mann). Ich stelle der Fraktion meine langjährige Erfahrung gerne zur Verfügung - um als Altgediente den neuen Gesichtern zur Hand zu gehen.

Es hört ja auch der Klubchef auf. Wäre das reizvoll für Sie?
Das entscheiden die Mitglieder und die Fraktion, wir hatten bis jetzt jahrelang zwei Männer als Chefs, da wäre jetzt durchaus auch eine weibliche Doppelspitze möglich. Das Wichtigste aber ist, bei der Wahl zuzulegen.

Was halten Sie für realistisch?
Bei der jüngsten Landtagswahl lagen wir rein in der Stadt bei 16 Prozent. Aktuell haben wir sechs Mandate im Gemeinderat. Acht streben wir an. Auch eine Vizebürgermeisterin ist realistisch.

Ganz kurz noch:

Ich bin sportlich und motiviert.

In fünf Jahren möchte ich immer noch gesund und munter sein.

Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt: "Terror" von Dan Simmons.

Dieses Ereignis hat mein Leben verändert: Da fällt mir spontan gar nichts ein.

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