Politik

Was Schneefall in Vorarlberg mit Politik in Salzburg zu tun hat

Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf mit den Herausgebern Franz Wieser, Robert Kriechbaumer und Reinhard Heinisch. SN/lmz/neumayr/leo
Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf mit den Herausgebern Franz Wieser, Robert Kriechbaumer und Reinhard Heinisch.

Hätten Sie Ihr Vermögen auf das Wetter in Vorarlberg gesetzt? Dem Land Salzburg war in der Hochphase seiner derivativen Finanzgeschäfte ein solches "Wetterderivat" angeboten worden. "Je weniger Schnee im Beobachtungszeitraum bei den vier Vorarlberger Wetterstationen gefallen wäre, desto höher wäre die Auszahlung an das Land gewesen", beschreibt der frühere Finanzchef des Landes, Herbert Prucher, im soeben erschienenen "Salzburger Jahrbuch für Politik 2018". Darin hält er aber ausdrücklich fest, dass letztlich kein solcher Geschäftsabschluss zustande gekommen ist.

Die Aufarbeitung des Salzburger Finanzskandals stellt nur einen Teil des 376 Seiten starken Werkes dar. Denn der Vorgänger dieses Jahrbuchs der Salzburger Politik datiert aus dem Jahr 2011 und behandelt die Landespolitik bis 2010. Nun hatten die Herausgeber Christian Dirninger, Reinhard Heinisch, Robert Kriechbaumer und Franz Wieser gemeinsam mit den Autorinnen und Autoren viel aufzuarbeiten. "Außer dem Finanzskandal haben wir viel erlebt: einen Wechsel an der Spitze der Landesregierung, das Entstehen und teilweise wieder Verschwinden neuer Parteien bis zur Landtagswahl im letzten Jahr. Gefehlt haben uns dazu bisher wissenschaftliche Perspektiven aus Salzburg", schildert Politikwissenschafter Heinisch.

Für ihn ist die fundierte Analyse der Politik in Salzburg auch eine Standortfrage. "Im neuen Jahrbuch der Politik poolen wir die wissenschaftliche Expertise vor Ort", sagt er.

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