Politik

Was steht über Gewalt im Islam?

Unter reger Beteiligung fand unter diesem Titel eine Diskussion mit dem Religionspädagogen Ednan Aslan im Saal der "Salzburger Nachrichten" statt.

Am Montag, den 2. März, setzte sich der Wiener Religionspädagoge Ednan Aslan mit der Frage auseinander "Was steht über Gewalt im Koran?". Aslan leitet das Institut für Islamische Religionspädagogik an der Universität Wien. Er hat ein Standardwerk über islamische Bildung in säkularen Gesellschaften geschrieben. Es reiche nicht, "wenn wir Muslime uns vom Terror des IS distanzieren". Es gehe darum, die dahinterstehende Theologie und Ideologie aufzuarbeiten.Voller Saal, intensive DiskussionenDer Saal der "Salzburger Nachrichten" war voll besetzt, es wurde mitunter sehr intensiv diskutiert. Aslan legt die Inhalte des Koran sehr liberal aus und zeigte in dem Vortrag Beispiele, wie sich die Schriften teilweise selbst widersprächen. Der Islam sei eine Religion der Barmherzigkeit, nicht der Gewalt.Warum ziehen Jugendliche in den Krieg?Am Sonntag, 8. März, um 11.00 Uhr ist die Islamwissenschafterin und Autorin Lamya Kaddor zu Gast im SN-Saal. Kaddor kennt persönlich junge Menschen, die auf der Suche nach Anerkennung der Dschihad-Romantik verfallen sind. In ihrem neuen Buch "Bereit zum Töten - warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen" berichtet sie von einer orientierungslosen Generation muslimischer Jugendlicher.Islam - eine Religion der Barmherzigkeit?Am Montag, 16. März, 19.00 Uhr, stellt Mouchanad Khorchide seine Vision eine barmherzigen Islam vor. Khorchide leitet die Islamische Religionspädagogik an der Universität Münster. Der führende Vertreter eines modernen Islams ist mit seinen Büchern "Scharia - der missverstandene Gott" und "Islam ist Barmherzigkeit" bei traditionellen Muslimen auf Widerspruch gestoßen.Zusammenleben im Schatten des DschihadAm Dienstag, 24. März, findet im Markussaal, Gstättengasse 16, eine Podiumsdiskussion über das Zusammenleben mit Muslimen in Salzburg statt. Ahmet Yilmaz ist Vorsitzender der Islamischen Religionsgemeinde Salzburg. Er diskutiert mit Ernst Fürlinger, Leiter des Zentrums für Religion und Globalisierung an der Donau-Uni Krems, und Vizebgm. Anja Hagenauer, Salzburg, über ein friedliches Miteinander.

Die SN danken den Kooperationspartnern für die Mitwirkung: St. Virgil Salzburg, dem Zentrum "Theologie Interkulturell und Studium der Religionen" an der Universität Salzburg, der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Edith Stein, der Katholischen Aktion, dem Katholischen Bildungswerk, der Plattform für Menschenrechte und der Islamischen Religionsgemeinde Salzburg.

Quelle: SN

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