Politik

"Wer nicht voll da ist, zählt weniger im Job"

Karin Dollinger ist auf dem Weg in den Landtag und macht sich erneut für die Frauenquote stark.

Karin Dollinger wohnt in der Alpensiedlung. Vorigen Freitag gab sie ihr voraussichtlich letztes Gemeinderat-Interview.  
Karin Dollinger wohnt in der Alpensiedlung. Vorigen Freitag gab sie ihr voraussichtlich letztes Gemeinderat-Interview.  

40 Gemeinderäte und -rätinnen bestimmen in der Stadt Salzburg, welche Themen sie in den Ausschüssen diskutieren. Mit den daraus folgenden Beschlüssen sind sie häufig genug Stadtgespräch. An dieser Stelle beziehen sie wöchentlich aktuell Position.

Redaktion:
Redaktion:
Redaktion: Sie sind dabei, das Schloss Mirabell gegen den Chiemseehof zu tauschen?
Karin Dollinger: Ja, ich bin auf dem Weg in den Landtag, kandidiere auf der Bezirksliste an dritter Stelle. Wenn die Verhältnisse so bleiben, und das zeigen die Prognosen, ziehe ich nach der Wahl für die SPÖ in den Landtag.

Unabhängig davon bleiben Sie Bezirksfrauenvorsitzende. Sind die Salzburgerinnen ihren Männern gleichgestellt? Nein. Veränderungen passieren nur langsam. Die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen liegen bei 23 Prozent. Damit sind wir an vorletzter Stelle in der EU.

Schuld ist die Teilzeit? Dabei handelt es sich um bereits teilzeitbereinigte Zahlen. Das Problem sind zu lange Pausen vom Beruf. Wer nicht immer voll da ist oder weniger flexibel, ist oft nicht so wertvoll für den Arbeitgeber. Das schlägt sich in einem niedrigeren Durchschnitts-Stundenlohn nieder. Das geht hinauf bis in die höchsten Ebenen. Dazu kommt, dass in Branchen, in denen von Haus aus viele Männer arbeiten, besser gezahlt wird.

Wie löst man das auf? Aus diesem Grund sind wir für die Quote in allen Gremien, auch im Ehrenamt - weil es ganz grundsätzlich darum geht, den Blickwinkel zu erweitern, und ohne Quote nichts geschieht.

Sie haben sehr lange in der Raumplanung gearbeitet. Wie gefällt Ihnen die Riedenburg-Verbauung? Ich bin glücklich, dass es gelungen ist, diese Fläche für den sozialen Wohnbau zu bekommen. Der Stadtteil bekommt so zusätzlich eine moderne Facette. Gut ist auch, dass der Kindergarten erhalten bleibt. Dadurch entsteht auch Grünfläche zwischendrin.

Ganz kurz noch...

Ich bin vielseitig.

In fünf Jahren möchte ich gute Politik für die Menschen in Salzburg gemacht haben.

Dieses Buch hat mich beeindruckt: Fach- und Kinderbücher. Ich schreibe gerade selbst Tipps für Kinder- und HundebesitzerInnen.

Ein Ereignis, das mein Leben verändert hat: der Tod meines Vaters.

Aufgerufen am 22.06.2018 um 05:23 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/wer-nicht-voll-da-ist-zaehlt-weniger-im-job-25390315

Kuchler Volksschulkinder gewinnen Energiequiz

Kuchler Volksschulkinder gewinnen Energiequiz

Am Freitag fand in der Salzburg AG das Landesfinale des Schulprojekts "Den Energiefressern auf der Spur" statt. Drei Volksschulklassen aus dem Bundesland Salzburg qualifizierten sich mit dem größten Wissen in …

Mystisches Sommerfest im Freilichtmuseum gefeiert

Mystisches Sommerfest im Freilichtmuseum gefeiert

Salzburgs touristische Highlights - Festung Hohensalzburg, Domquartier, Haus der Natur, Schloss Hellbrunn, Freilichtmuseum, Hohenwerfen, Eisriesenwelt, Wasserwelt Krimml, Stauseen Kaprun, Burg Mauterndorf und …

Im Tal der "Adler"

Eine abwechslungsreiche Rundwanderung vom bayerischen Hintersee über die Halsalm: Beste …

Autorenbild

Meistgelesen

    Schlagzeilen