Politik

Wie Salzburg die Bienen retten will

Die Stadt hat einen Aktionsplan für Bienenschutz gestartet. Jetzt folgt ein Runder Tisch - samt Einladung an alle Bürger.

Bienen sind bedroht. SN/bernhard schreglmann
Bienen sind bedroht.

Der Erhalt der Artenvielfalt in städtischen Lebensräumen ist ein Thema, das alle betrifft. Davon ist Salzburgs Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ) überzeugt. Sie will Salzburg zur bienen- und insektenfreundlichen Stadt machen und kündigte dazu vor einem Monat den Aktionsplan "Rettet die Bienen!" an.

Ein erster Schritt ist der Aktionstag am Mittwoch, 6. März. "Wir haben Anfragen aus ganz Österreich und über 40 Teilnehmende beim Runden Tisch. Die tolle Resonanz zeigt, dass das Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Und genau das brauchen wir, denn unser Ziel muss sein, jetzt sofort etwas zu unternehmen, um die Artenvielfalt zu bewahren", sagt Hagenauer. Der Bienenaktionstag in der "TriBühne Lehen" startet um 15 Uhr mit einem runden Tisch. Ab 17 Uhr ist die Veranstaltung dann für alle Interessierten offen und bietet Infostände und Produkte von lokalen Imkern. Ab der Podiumsdiskussion am Abend wird auch Agnes Becker, Sprecherin des in Bayern so erfolgreichen Volksbegehrens Artenvielfalt, teilnehmen.

Blick über die Grenze: Volksbegehren in Bayern erfolgreich

Ein starkes Signal in Sachen Artenschutz haben die Bayern gesendet: Am Bienen-Volksbegehren beteiligten sich zuletzt 1,75 Millionen Menschen, das sind 18,4 Prozent der Wahlberechtigten. Ein Rekordergebnis. Noch nie zuvor wurde in der Geschichte des Freistaats eine so hohe Beteiligung an einem Volksbegehren registriert. Das Volksbegehren zielt auf Änderungen im bayerischen Naturschutzgesetz ab. Biotope sollen besser vernetzt, Uferrandstreifen stärker geschützt und der ökologische Anbau gezielt ausgebaut werden. Kritiker wie der Bauernverband warnen aber vor den geforderten höheren Mindestflächen für ökologischen Anbau.

In Salzburg hat Hagenauer angeordnet, dass in allen Anlagen mit stadteigenen Wohnungen und bei den städtischen Seniorenwohnhäusern mindestens ein Drittel der Grünflächen nicht oder nur behutsam gemäht wird, um Raum und Nahrung für Insekten zu schaffen. Forcieren möchte sie die Schaffung von Biotopen auf Gewerbeflächen und die bienengerechte Begrünung von Dächern und Fassaden.

Quelle: SN

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