Politik

Wohnbauförderung: Hunderte hoffen auf Zusage vom Land

500 Anträge langten nur im Juli ein. 2017 soll nach 600 Anträgen automatisch Stopp sein.

Jeder will noch die alten, höheren Fördersätze mit im Schnitt 46.000 Euro geschenkt haben. 500 Anträge auf Wohnbauförderung zur Errichtung eines Einfamilienhauses oder zum Kauf einer Wohnung sind allein im Juli bei der Wohnbauabteilung des Landes eingelangt. Welche Anträge davon bewilligt werden prüfen die Mitarbeiter der Abteilung 10 derzeit. Bis 2. September können die Antragsteller die notwendigen Unterlagen noch beibringen. Ein Baubewilligungs-Bescheid ist bis 31. Dezember 2016 vorzulegen. "Wir können noch nicht verifizieren, wie viele Zusagen es geben wird", sagt Wohnbaulandesrat Hans Mayr (SBG). 44 Antragstellern wurde zwischen 30. Juni und 2. August ein vorzeitiger Baubeginn gewährt.

In Summe dürfen im Vorjahr und heuer damit anstatt geplanten 1200 Anträgen auf Errichtungsförderung wohl 2100 Anträge bewilligt werden. Mit 27 Millionen Euro zusätzlich dürfte damit nicht das Auslangen gefunden werden. Mayr rechnet mit einem Mehrbedarf von 30 Millionen Euro, die er auf die kommenden drei Jahre verteilen will, um sie aus dem Wohnbautopf bedecken zu können. Denn nicht jedes Bauprojekt werde 2017 fertiggestellt. "Da wird es Projekte geben, die 2018 oder 2019 fertig werden und dann die Förderung ausbezahlt bekommen."

Die SPÖ sieht bei Mayr erneut ein Zahlenchaos. Denn diese Berechnungen können sich hinten und vorn nicht ausgehen, wie Wohnbausprecher Roland Meisl sagt. "Wenn allein im Juli 500 neue Anträge gekommen sind, aber bis Ende Juni schon 860 Anträge offen waren, dann geht sich das niemals aus." Stattdessen müsse man mit 1000 offenen Anträgen rechnen. "Das würde dann knapp 45 Millionen Euro ausmachen. Offensichtlich hat der Landesrat völlig den Überblick verloren", sagt Meisl. Mayr kontert. Es habe nie Chaos geherrscht. Er habe rechtzeitig gehandelt, als die Zahl der Anträge explodiert sei.

Nach den neuen, aber geringeren Fördersätzen, die mit der Einreichung nach dem 2. August gelten, sollen heuer noch 100 Förderungen zugesagt werden. 18 Anträge seien bislang seit Anfang August eingelangt.

Damit die Anträge der Häuslbauer im kommenden Jahr das Plan-Soll nicht wieder sprengen, soll es eine automatische Schranke geben, sobald 600 Anträge in der Errichtungsförderung eingelangt sind, sagt Mayr. "Ab dem kommenden Jahr ist es dann verbindlich, 600 und nicht mehr." Damit nicht jeder im Jänner eiligst seinen Antrag auf Wohnbauförderung stellt, will Mayr pro Quartal nur 150 Anträge zulassen.

Seit Freitag gibt es eine neue Hotline (0662/8042-3000), unter der Mitarbeiter Fragen zur Wohnbauförderung oder Wohnbeihilfe beantworten.

Quelle: SN

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