Politik

Zugang zu Seewaldsee wird nicht gesperrt - vorerst

Bleibt der Zugang zum Seewaldsee für Erholungssuchende auch langfristig möglich? Das wurde am Donnerstagabend in St. Koloman intensiv diskutiert.

Seit Wochen gehen die Emotionen rund um den Seewaldsee im Tennengau hoch. Die Gemeindevertreter von St. Koloman kamen am Donnerstagabend zu einer geschlossenen Sitzung zusammen, um die weitere Vorgehensweise zu beratschlagen.

Der Seewaldsee in St. Koloman wird von Erholungssuchenden gern frequentiert. Vor allem der kleine Rundweg ist sehr beliebt. Im Sommer erreicht der Moorsee Badetemperaturen. Die Wasserfläche gehört den Bundesforsten, die Ufer befinden sich in Privatbesitz. Besorgte Naturliebhaber fürchteten, dass einer der Grundbesitzer, der Scheffauer Landwirt Thomas Strubreiter, den Zugang zum linken, nördlichen Seeufer zu beschränken könnte.

Beim Zusammentreffen am Donnerstagabend wurden versöhnliche Töne angeschlagen. Vorerst werde es keine zusätzlichen Zäune am Seewaldsee geben, hieß es. "Eine Arbeitsgruppe soll eine Lösung für den Seewaldsee ausarbeiten", sagte Bürgermeister Wilhelm Wallinger (ÖVP) auf SN-Anfrage. Sie solle von Anton Santner von der Agentur P8 geleitet werden. Dieser wurde von Strubreiter als Sprecher beauftragt. Unter Santners Leitung sollen vier bis fünf Mitglieder des Alpenvereins, der Obmann des Tourismusverbands St. Koloman sowie drei Gemeindevertreter diskutieren. Das Ergebnis werde in der Folge Grundbesitzer Thomas Strubreiter präsentiert. Dieser entscheide dann, ob er die Lösung annehme.

Strubreiter züchtet vom Aussterben bedrohte Tierrassen, kämpft für Biodiversität und setzt sich für naturnahes Bauen ein. Das Verhalten der Seewaldsee-Fans mache ihm dies fast unmöglich, denn diese würden "Müll, Gacki-Sackerl und Fäkalien" hinterlassen und die Natur zerstören, sagte sein Sprecher.

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