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"Im Stadion haben Idioten nichts verloren"

Austria-Trainer Didi Emich geht nach dem 3:1-Sieg im Stadtderby gegen den SAK mit den eigenen Fans hart ins Gericht.

"Im Stadion haben Idioten nichts verloren" SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Während Austria-Kapitän Ernst Öbster (r.) das 1:0 bejubelt, explodiert im Hintergrund ein Böller.  

Sportlich könnte es beim Fußball-Westligisten Austria Salzburg nicht besser laufen. Die Violetten haben nach dem 3:1-Sieg gegen den SAK zehn Punkte auf dem Konto und liegen damit im gesicherten Tabellenmittelfeld. Mit so einem guten Saisonstart haben nach dem turbulenten Sommer nicht einmal die kühnsten Optimisten gerechnet. Austria-Trainer Didi Emich ist trotzdem stinksauer: "Meine Mannschaft hat gegen den SAK lange Zeit nicht gut gespielt und einige Spieler haben sich nicht an die Abmachungen gehalten. Das geht einfach nicht."

Noch mehr ärgern den Coach aber die Vorfälle nach dem Austria-Führungstreffer. Nur wenige Augenblicke nach dem sehenswerten 1:0 von Ernst Öbster explodierte neben Linienrichter Herbert Sigl ein Böller. Schiedsrichter Polat Sen ließ nach fünfminütiger Unterbrechung weiterspielen. "Hut ab vor dem Schiedsrichter. Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn er das Spiel abgebrochen hätte."

Viele Austria-Fans waren mit dem Verhalten des Böllerwerfers ebenfalls nicht einverstanden und übergaben den Übeltäter der Polizei. Emich wünscht sich trotzdem drastischere Maßnahmen: "Der Verein muss sich von den Krawallmachern endlich trennen. Im Stadion haben Idioten nichts verloren. Seit Jahren begibt sich der Club in die Geiselhaft der Fans, was ich nicht verstehen kann. Wenn es so weitergeht, dann können manche Anhänger gehen und ihren eigenen Verein aufmachen. Dort können sie dann alles kurz und klein schlagen", erklärt Emich und ergänzt: "Die Kurve muss endlich kapieren, dass es solche Vorfälle nicht geben darf."

Beim SAK bilanzierte man, abgesehen vom sportlichen Ergebnis, positiv. "Es ist nichts kaputtgegangen und außer dem Böllerwurf hat es keine Vorfälle gegeben", sagt SAK-Sektionsleiter Josef Penco. Anders sehen es die Anrainer in Nonntal: Nach der Partie haben einige Unverbesserliche in der Wohngegend eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

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