Wahl 2019 Zum Wahlschwerpunkt ...
Wahl 2019

"Bin gekommen, um zu bleiben": Stadtchef Preuner präsentiert Wahlkampagne

Er heißt auf den Plakaten Harry, und nicht Harald. Und er zeigt sich als Bürgermeister, der die Stadt Salzburg unaufgeregt führe.

Die Stadt-ÖVP präsentierte am Donnerstag ihre Kampagne für den Wahlkampf zur Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl. Im Zentrum steht Bürgermeister Harald Preuner, der den Sessel am 10. März bzw. in einer Stichwahl am 24. März verteidigen will. Er wolle auch in Zukunft die Fraktionen im Gemeinderat alle einbinden und den Weg der Gemeinsamkeit beschreiten, sagte Preuner. Als Erfolge in seiner bisherigen Amtszeit von rund 14 Monaten verbucht der schwarze Stadtchef die Erstellung der Budgets, die Deckelung der Anwaltskosten im Berufungsverfahren des Swap-Prozesses, das neue Touristen-Reisebussystem, die Gründung der Planungsgesellschaft für die Verlängerung der Lokalbahn, die Ausweitung der gebührenfreien Kurzparkzone, die Rettung des Marionettentheaters, die Rauchmühle, das Alkoholverbot am Bahnhofsvorplatz oder den autofreien Schlosshof für sich.

Preuner verbucht neuen Stil für sich

Die Stadt-ÖVP plakatiert Preuner mit den Schlagworten Offenheit, Feingefühl, Stabilität, Tatkraft und Lösungsorientierung. Seit den politischen Umbrüchen im Herbst 2017 führe er die Stadt unaufgeregt und zielorientiert, meint Preuner. Stadtparteigeschäftsführer Peter Mitgutsch ergänzt: "Der neue Stil in der Stadtpolitik wird nicht nur vom politischen Mitbewerber geschätzt, sondern auch von der Bevölkerung. Er führt die Stadt mit ruhiger Hand, hat in schwierigen Lagen bewiesen, dass er Bürgermeister kann. Und um es mit den Worten von Harry Preuner zu sagen: Er ist gekommen, um zu bleiben."

So sehen die Wahlplakate der Stadt-ÖVP aus: Zugeschnitten auf Preuner – Harry, nicht Harald.  SN/övp
So sehen die Wahlplakate der Stadt-ÖVP aus: Zugeschnitten auf Preuner – Harry, nicht Harald.

Konkurrenz sei nach links abgedriftet

Im Wahlkampf werde man auf die Stärke und die Werte des Spitzenkandidaten setzen, sagt Mitgutsch. Thematisch setzt die Stadt-ÖVP auf sieben Punkte - von Verkehr über Wohnen, Wirtschaft, Bildung, Kultur, Sicherheit und Tourismus. Auf die politischen Mitbewerber wollte Preuner nicht eingehen, tat es dann aber doch. Die "stolze Stadt-SPÖ" habe sich bedauerlicherweise aus der politischen Mitte verabschiedet und sei deutlich nach links gerückt. Die neue grüne Führung mache es sich leicht, indem sie ausblende, dass ihr Stadtrat 25 Jahre für Planung und Verkehr verantwortlich gewesen sei. "Das nennt man Kindesweglegung. Auch hier habe ich das Gefühl, dass die bürgerliche Mitte längst verlassen wurde. Es wäre Zeit, beim Parteinamen das Wort Bürgerliste zu streichen." Am rechten Rand wiederum würden sich die Freiheitlichen zerfleddern. "Wir als ÖVP sind die einzig verbliebene, in der Mitte der Gesellschaft fest verankerte Partei."

Elf bis zwölf Mandate als Ziel

Im Interview mit der Austria Presse Agentur (APA) sagte Preuner, dass er davon ausgeht, dass der Abstand zwischen ihm und seinem SPÖ-Konkurrenten diesmal am Wahlabend etwas größer sein wird. "So knapp wie damals sollte das Ergebnis bei der Stichwahl nicht mehr werden", sagt Preuner. Der Job des Bürgermeisters der Landeshauptstadt sei "der schönste, den ich mir als gebürtiger Stadt-Salzburger vorstellen kann". Die Stadt-ÖVP wolle an Stimmen und Mandaten dazugewinnen.

Ein Plus von drei Mandaten auf elf Sitze im 40-köpfigen Gemeinderat will die ÖVP jedenfalls schaffen und damit die "übliche Größe" erreichen. Vielleicht sei ein zwölftes Mandat in Reichweite, dann könnte die ÖVP einen zweiten Regierungssitz erlangen, sagte Preuner. Erfüllt sich dieser Wunsch, dann soll Ex-NEOS-Stadträtin Barbara Unterkofler, die im September 2018 zur Volkspartei wechselte und seither einfaches Gemeinderatsmitglied ist, ÖVP-Stadträtin werden.

Barbara Unterkofler als Kronprinzessin?

Die Frage, ob die Tochter der ehemaligen ÖVP-Landesrätin Maria Haidinger zu seiner Nachfolgerin aufgebaut werden soll, kommt für Preuner zu früh. "Ich denke an die nächste Wahl, nicht schon an die übernächste."Falls er wieder zum Bürgermeister gewählt wird, möchte Preuner das Finanzressort nicht aus der Hand geben und die gesamte nächste Periode im Amt bleiben, wie er betonte.

Preuner will Stadtwache einführen

Schließlich sprach sich Preuner für die Einführung einer Stadtwache aus. Damit würde im Endeffekt die Überwachung von Alkoholverboten, der Straßenprostitution, von Parks und des Hundeleinenzwangs günstiger kommen als die derzeitigen Schwerpunktkontrollen durch Magistrat und Polizei, weil hier "viele Überstunden anfallen".

Quelle: SN

Aufgerufen am 01.10.2020 um 04:15 auf https://www.sn.at/salzburg/wahl-2019/bin-gekommen-um-zu-bleiben-stadtchef-preuner-praesentiert-wahlkampagne-64978105

karriere.SN.at

Kommentare

Schlagzeilen