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SN-Wahltour in Saalfelden: Viel Verkehr und wenig Leben im Zentrum

Die SPÖ will ihre dominante Position stärken, die ÖVP kräftig zulegen. Grüne und FPÖ rittern um Platz drei. Am Abend stellten sich die Spitzenkandidaten der SN-Diskussion. Das Kunsthaus Nexus war bis auf den letzten Platz gefüllt.

250 Saalfeldener kamen Dienstagabend ins Kunsthaus Nexus. Die vier Spitzenkandidaten Bürgermeister Erich Rohrmoser (SPÖ), Thomas Haslinger (ÖVP), Ferdinand Salzmann (Grüne) und Markus Hammerschmied (FPÖ) stellten sich den Fragen der Gemeindebürger und von SN-Chefredakteur Manfred Perterer sowie dem Chefredakteur der Salzburger Woche Heinz Bayer. Am intensivsten diskutiert wurden die Belebung der Innenstadt und der Verkehr.

Zum Auftakt fragte Heinz Bayer, was die Kandidaten gegen den Verkehr auf der Hochkönigstraße B164 Richtung Maria Alm, der stark zunimmt, tun wollen. Salzmann fordert eine fußgängerfreundlichere Gestaltung im Zentrum und die B164 solle dort eine Begegnungszone werden, wie es schon einmal geplant war. "Es sind viele Maßnahmen für Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Verkehr nötig. Außerdem brauchen wir an der B311 Kreisverkehre in Kehlbach und an der Wallnerstraße."

"Den Verkehr nicht nur verteufeln"

Haslinger sagte, man dürfe den Verkehr nicht nur verteufeln. "Wir profitieren auch. Das Problem Durchzugsverkehr können wir nicht allein lösen. Ich habe mit Verkehrslandesrat Stefan Schnöll geredet. Vom Land gibt es Unterstützung für die Erstellung von Verkehrskonzepten. Aber innerstädtische Probleme müssen wir selbst lösen. Wir müssen Korridore freihalten, damit wir den Verkehr auch in 20 Jahren noch bewältigen können."

Rohrmoser: "Wir bringen den Verkehr durch das Zentrum mit leistbaren Projekten nicht weg, höchstens mit einem Tunnel. Und laut Zählung fahren dort 12.000 bis 13.000 Fahrzeuge am Tag, bei der Ortsausfahrt ist es nur mehr die Hälfte. Wir selbst sind auch Verkehrserreger. Wir müssen auch mal umsteigen." Beim Reiseverkehr sollte man schauen, dass die Gäste wieder wie früher mit den Öffis kommen.

Hammerschmied sagte, wichtig sei das Parkhaus im Zentrum zu bauen. "Die Leute fahren mit dem Auto in die Supermärkte und parken dort gratis. Ein Parkhaus würde die Innenstadt beleben."


Mehr Leben für die Innenstadt

Die Innenstadt von Saalfelden könnte also mehr Leben vertragen und der alte Bauhof in diesem Bereich steht seit Jahren leer. "Was kann man tun", fragte Manfred Perterer. Dazu Hammerschmied: "Wieder neue Wohnblöcke will ich nicht. Wir brauchen etwas, das die Innenstadt belebt. Für Jugendliche etwa gibt es nichts. Am Sonntag ist die Stadt leer. In den alten Bauhof sollten Geschäftsflächen oder ein Jugendtreff."

Rohrmoser sagte, man habe einen Masterplan mit Bürgerbeteiligung gemacht. "Wir haben begonnen, ihn umzusetzen. Wir wissen, wo wir hinwollen. Aber was kann die Gemeinde tun? Wir können Wohlfühlplätze schaffen. Die Hausbesitzer müssen auf das Äußere der Häuser achten und vernünftige Mietpreise anbieten. Dann probiert es vielleicht ein Gewerbetreibender. Wir als Kunden müssen das Angebot aber auch nützen. Wir sind dabei, einen Bebauungsplan für den alten Bauhof zu erstellen. Es sollte eine Mischung von Wohnen, Geschäften, Dienstleistungen und Wohlfühlflächen sein."

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Haslinger sagte, wenn die Innenstadt einladend sei, dann kämen die Leute und dann auch die Unternehmer. Salzmann: "Man muss draußen beginnen und neue Fachmärkte und Einkaufszentren stoppen. Die Fehler der Vergangenheit sind schuld am ausgestorbenen Zentrum. Die Plätze müssen möbliert werden. Wie müssen Förderungen erhöhen und mehr Feste in die Stadt bringen."

Die SN-Wahltour in Saalfelden

Die Spitzenkandidaten der antretenden Parteien stellten sich auf dem Podium im Nexus der Diskussion:

Erich Rohrmoser
(SPÖ)
Thomas Haslinger
(ÖVP)
Ferdinand Salzmann
(Grüne)
Markus Hammerschmied
(FPÖ)

Die ersten drei treten zur Bürgermeisterdirektwahl an;
Markus Hammerschmied kandidiert nur für die Gemeindevertretung.

Aufgerufen am 20.10.2020 um 08:29 auf https://www.sn.at/salzburg/wahl-2019/sn-wahltour-in-saalfelden-viel-verkehr-und-wenig-leben-im-zentrum-65840314

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