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SPÖ-Wahlkampfauftakt in Hallein: Alexander Stangassinger will "Freunderlwirtschaft beenden"

Im prall gefüllten Saal der Arbeiterkammer schwor sich die Halleiner SPÖ am Samstagabend auf die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 10. März ein. Die Ziele der Sozialdemokraten sind ebenso klar wie hoch gesteckt: Spitzenkandidat Alexander Stangassinger will neues Oberhaupt der zweitgrößten Stadt Salzburgs werden und die absolute Mehrheit der ÖVP im Gemeinderat brechen.

In seiner Rede griff Stangassinger die ÖVP und Bürgermeister Maximilian Klappacher scharf an: "Die Politik in der Stadt wird von Bürokraten gemacht, diese Politik hat kein Herz und keine Visionen." Es gelte, die "Freunderl und Bürokraten" abzuwählen. Denn: "So kann es nicht weitergehen." Die SPÖ stehe für einen anderen Stil, für moderne und bürgernahe Politik. Sollte die SPÖ künftig in der Stadt regieren, will Stangassinger auf den Dialog mit den anderen Fraktionen setzen: "Egal von welcher Partei, wir werden keine Anträge und Ideen einfach abschmettern."

Kernthema für den Wahlkampf ist für die Sozialdemokraten ein neues Verkehrskonzept mit besseren Öffis, Gratis-Parkplätzen und einer modernen Infrastruktur. "Wir hätten hier bislang schon viel mehr umsetzen können, wenn die ÖVP nicht einfach alles blockiert hätte", sagte Vizebürgermeister Stangassinger. Die SPÖ fordert ein kostenloses Taxi-Service für Senioren und flächendeckende überdachte Busstationen. Zudem will der Spitzenkandidat die Altstadt beleben. "Das ist das Herz Halleins."

Den hohen Mietpreisen will Stangassinger den Kampf ansagen. "Die Stadt muss wieder selber Wohnraum errichten und den Bürgern zur Verfügung stellen", sagte der Vizebürgermeister bei seiner Rede. Zudem sollten die Stadt die gemeindeeigenen Wohnungen sanieren und kostengünstig anbieten. "Am Monatsende muss den Bürgern noch etwas im Geldtascherl bleiben", sagte der 51-Jährige. Die SPÖ sei - im Gegensatz zur Volkspartei - ein "Garant für leistbares Wohnen."

Die Schulen in Neualm und Rif sollten dringend ausgebaut werden. In der gesamten Stadt gebe es viel zu wenige Kindergarten- und Krabbelstubenplätze. "Jeden Tag kommen Menschen zu mir, die keinen Platz für ihr Kind finden", sagte Stangassinger. Hier müssen laut SPÖ dringend neue Investitionen getätigt werden. Denn: "Wer bei den Kindern spart, spart bei der Zukunft. Das geht gar nicht."

Jeder einzelne Stadtteil habe es verdient, in Zukunft weiterentwickelt zu werden. Die Bürger sollten dabei eingebunden werden. Die SPÖ plant Stadtteil-Foren, bei denen die Bewohner zu Wort kommen sollen. Die Stadt solle nach den Wünschen der Halleiner gestaltet werden - und nicht nach den Wünschen einiger weniger. In den vergangenen Monaten machte die SPÖ knapp 2500 Hausbesuche im gesamten Stadtgebiet. Im Wahlkampf steht der direkte Kontakt mit den potenziellen Wählern im Mittelpunkt. Eine "Materialschlacht" mit unzähligen Wahlgeschenken soll es nicht geben. Motto der ersten Plakatwelle: "Guter Stil statt Stillstand."

Zum Abschluss seiner Rede gab Stangassinger ein klares Wahlziel aus: "Ich will Bürgermeister werden, wir sind bereit, die Freunderlwirtschaft da oben zu beenden."

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