14.165 Salzburger sind zu Jahresbeginn arbeitslos

Die gute Nachricht: Salzburg hat österreichweit erneut die niedrigste Arbeitslosenquote. Allerdings steigt die Zahl der Langzeitarbeitslosen deutlich an.

SN/APA/HERBERT PFARRHOFER

Das Salzburger Arbeitsmarktservice (AMS) hat die aktuellen Zahlen für Dezember 2017 bekannt gegeben. Demnach mache sich die gute Konjunkturlage auf dem Arbeitsmarkt mit sinkender Arbeitslosigkeit vor allem in der Produktion bemerkbar. 14.165 Personen waren am letzten Tag des Jahres beim AMS Salzburg als arbeitslos vorgemerkt. Damit ist die Arbeitslosigkeit im Dezember um 5,7 Prozent - bei Einrechnung der Schulungsteilnahmen um 5,6 Prozent - gesunken. Bundesweit hat der Rückgang minus 7,7 bzw. minus 5,9 Prozent betragen.
Die Anzahl der Schulungsteilnahmen ist in Salzburg im Dezember um 5,4 Prozent auf 2030 zurückgegangen, österreichweit um 6,6 Prozent gestiegen. Insgesamt hat Salzburg eine Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent und damit ist diese bundesweit - gleichauf mit Tirol - am niedrigsten.

Siegfried Steinlechner, Geschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, sagt: "Der Jahresausklang ist ebenso wie das Gesamtjahr 2017 von der positiven Konjunktur geprägt. Das zeigt sich in der stark rückläufigen Arbeitslosigkeit im Produktionssektor ebenso wie bei der Arbeitskräfteüberlassung. Weiters geht auch im Hotel- und Gastgewerbe sowie im Handel die Zahl der Arbeitslosen deutlich zurück."

Rückläufige Zahlen in den Branchen

In der Warenherstellung ist die Arbeitslosigkeit um 9,9 Prozent gesunken, in der Arbeitskräfteüberlassung um 11,0 Prozent. Im Bauwesen ist der Rückgang mit minus 4,7 Prozent geringer ausgefallen, allerdings war die Witterung im Vergleichsmonat des Vorjahres ausgesprochen mild und damit hat auch die Saisonarbeitslosigkeit später eingesetzt. Im Fremdenverkehr ist die Zahl der Arbeitslosen ebenso um 10,6 Prozent gesunken wie im Handel.

Männer fanden eher Arbeit als Frauen

Bei männlichen Arbeitskräften war die Arbeitslosigkeit mit minus 6,2 Prozent stärker rückläufig als bei Frauen mit minus 4,7 Prozent, allerdings war die absolute Zahl Arbeitsloser bei den Männern mit 9042 Betroffenen höher als bei den Frauen mit 5123 Vorgemerkten.



Junge und 50plus profitieren von Arbeitsmarktlage

Junge Arbeitskräfte bis einschließlich 24 Jahre konnten mit einem Arbeitslosenrückgang von 12,7 Prozent von der Arbeitsmarktlage besonders profitieren. Auch bei der Altersgruppe ab 50 Jahre wird nun eine leichte Entlastung im Ausmaß von minus 2,3 Prozent spürbar. Allerdings steigt die Zahl Langzeitarbeitsloser (länger als 1 Jahr vorgemerkt) mit plus 10,8 Prozent weiterhin deutlich. Knapp die Hälfte der rund 1.300 Betroffenen ist 55 Jahre oder älter, ihre Zahl hat um zwölf Prozent zugenommen.


Tennengau profitierte am meisten

Unter den Bezirken konnte besonders der Tennengau die Bedingungen der guten Konjunktur mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 10,8 Prozent nutzen, gefolgt vom Flachgau (-9,6%) und dem Lungau (-8,4%). Im Landesschnitt waren die Arbeitslosenzahlen im Pinzgau (-5,7%) rückläufig, etwas darunter in der Stadt Salzburg (-4,0%). Lediglich im Pongau (+1,9%) gab es einen leichten Zuwachs zu verzeichnen - hier macht sich die Saisonarbeitslosigkeit am Bau am stärksten bemerkbar.


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