Wirtschaft

AK: Große Preisunterschiede beim Radservice

Spätestens beim Salzburger Radfrühling mit der AK-Radbörse am Wochenende startet für viele die Radsaison. Wer bietet das günstigste Service an?

Symbolbild. SN/robert ratzer
Symbolbild.

Bevor in die Pedale getreten wird, sollte im Sinne der eigenen Sicherheit das Rad auf Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Das senkt das Unfallrisiko und erhöht die Lebensdauer des Rads. Preise und Leistungsumfang unterscheiden sich stark, heißt es in einer Aussendung der Arbeiterkammer (AK).
Die Salzburger Arbeiterkammer nimmt regelmäßig die Preise für Serviceleistungen von Fahrradwerkstätten unter die Lupe. Die Tabelle finden Sie hier. Die günstigste Pauschale in der Stadt Salzburg gibt es demnach bei SportsDirect, sie inkludiere jedoch nur mechanische Arbeiten.

Die Kosten für eine Arbeitsstunde im Radservicebereich sind seit 2015 kaum gestiegen und liegen heute im Schnitt bei 61 Euro (plus 3,09 Prozent). Damit liegt die Preiserhöhung deutlich unter der Inflation, die im selben Vergleichszeitraum 6,4 Prozent betrug.
Außerdem neu: Während vor vier Jahren noch oftmals zwischen kleinem und großem Service entschieden werden konnte, bieten nur mehr 10 von 23 Betriebe Pauschalen mit unterschiedlichem Umfang an. Vielmehr wird nur noch ein Grund-Service zum Pauschalpreis angeboten. Reparaturarbeiten sind dabei nicht inkludiert. Je nach Umfang und Zeitaufwand variieren die Preise der Pauschalangebote. Die Konsumentenschützer haben die jeweils günstigsten Pauschalangebote miteinander verglichen. Dabei zeigte sich eine Preisspanne von 300 Prozent (24,90 bis 75 Euro). Der Tipp der AK: Vergleichen Sie bei Pauschalangeboten neben dem Preis auch das Leistungsspektrum.
Der Umfang einer Pauschale sei nicht normiert. Kunden sollten daher vor Auftragserteilung den möglichen Aufwand abklären. Außerdem sei es ratsam, telefonische Rücksprachen zu vereinbaren, wenn ein Mehraufwand notwendig sein sollte. "Dies gilt besonders bei Anbietern, die nur nach tatsächlichem Aufwand abrechnen und Pauschalierungen (grundsätzlich) kritisch gegenüberstehen", erklärt AK-Konsumentenschützer Christian Obermoser.

Hervorzuheben sei laut Obermoser, dass E-Bike-Servicepauschalen im Vergleich zu 2015 um 12 Prozent günstiger geworden sind. Im Schnitt kostet das Service 54,86 Euro. Eine mögliche Erklärung sei, dass das Serviceangebot häufig dem des "normalen" Fahrrads entspricht. Teuer kann es bei unerwarteten Wartungs- und Reparaturarbeiten werden, auch diese sind in den Servicepauschalen nicht enthalten.

Quelle: SN

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