Wirtschaft

Anif - "Die Firma Porr ist willkommen, aber nicht auf dieser Fläche"

Der Baukonzern Porr will seine Salzburg-Zentrale für 200 Mitarbeiter in Anif bauen. Weil die gewünschte Fläche aber Grünland ist, sagt die Gemeinde Nein.

Die Anifer Bürgermeisterin Gabrielle Gehmacher-Leitner will für einen Betrieb mit 200 Mitarbeitern nicht neues Grünland anknabbern.  SN/robert ratzer
Die Anifer Bürgermeisterin Gabrielle Gehmacher-Leitner will für einen Betrieb mit 200 Mitarbeitern nicht neues Grünland anknabbern.

Vielen Gemeinden wird nachgesagt, sie würden Firmen, die sich ansiedeln wollten, den roten Teppich auslegen und alle rechtlichen (Un-)Möglichkeiten ausschöpfen, um den Betrieb zu ködern.

Nicht so Anif. Dort hat Ende 2017 der Baukonzern Porr bei der Gemeinde informell angefragt, ob auf einer Wiese im Ortsteil Niederalm der Bau einer Konzern-Zentrale für Salzburg möglich sei. Dabei geht es um bis zu 200 Jobs, wie die Anifer Bürgermeisterin Gabriella Gehmacher-Leitner (Liste Krüger) bestätigt. In Folge entspann sich aber eine Debatte um die Widmung der rund 10.000 m22 großen Fläche, die im Bereich zwischen dem Maxi-Markt und dem Sony-Areal liegt. Gehmacher-Leitner: "Die Fläche ist noch Grünland. Das Porr-Projekt wurde auch im Bauausschuss der Gemeinde besprochen. Wir haben aber noch gewidmete Flächen übrig. Daher wollen wir nicht wieder neues Grünland ,anreißen'." Denn im Räumlichen Entwicklungskonzept (REK) sei das Areal zwar als mögliche Entwicklungsfläche für einen Gewerbebetrieb enthalten. Gleichzeitig heiße es im REK aber auch, dass es bei Gewerbegebieten "keine Insellösungen geben und primär gewidmetes Bauland oder Baulücken genützt werden sollen, um eine weitere Zersiedelung zu vermeiden", sagt die Bürgermeisterin. Nachsatz: "Natürlich würden wir uns über den neuen Betrieb freuen. Die Firma Porr ist herzlich willkommen - aber nicht auf dieser Fläche."

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