Wirtschaft

Arbeiter und Techniker sind beim Kraftwerk Bischofshofen noch lange am Werk

Im Zuge der Revision des Kraftwerks wird eines der zwei Laufräder des Kraftwerks zur Gänze demontiert und in seine Einzelteile zerlegt. Anschließend werden Verschleißteile ausgetauscht. Die Salzburg AG will die Digitalisierung künftig nutzen, um den optimalen Zeitpunkt für Reparaturen vorherzusagen.

Die Salzburg AG feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen. Das Unternehmen entwickelt sich vom Energieversorger immer mehr zu einem digitalen Technologieunternehmen. Aber auch das Kerngeschäft der Salzburg AG war und ist von großer Bedeutung. Daher investiert die Salzburg AG rund 14 Mill. Euro pro Jahr in die Revision und Instandhaltung ihrer Wasserkraftwerke. Das Kraftwerk Bischofshofen wird von Februar bis Ende April komplett gewartet. Das Kraftwerk, das 1984 in Betrieb gegangen ist, versorgt rund 20.000 Haushalte mit Strom.

Die zweite Turbine in Bischofshofen läuft weiter

In den Jahren 2004 und 2005 wurden schon die gesamte Leittechnik des Kraftwerks und die Rechnerausstattung erneuert. Heuer steht eine weitere große Investition an: Im Zuge der Revisionsarbeiten wird eines der zwei Laufräder des Kraftwerks demontiert und in seine Einzelteile zerlegt. Neben der Überholung der einzelnen Laufschaufeln wird auch der komplexe Verstellmechanismus im Inneren des Laufrads überarbeitet. Hierfür tauschen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Salzburg AG die Verschleißteile aus und sanieren den Mechanismus. Alle anderen Einzelteile der Turbine werden ebenfalls einer grundlegenden Überarbeitung unterzogen. Auch die Wartung der Kühlanlagen im Oberwasserbereich steht auf dem Programm. Die Revisionsarbeiten im Kraftwerk Bischofshofen dauern noch bis Ende April. Die Stromversorgung während der Revisionsarbeiten erfolgt über die zweite Turbine sowie andere Anlagen bzw. Speicherkraftwerke.

Auf der Suche nach Modellen für die Zukunft

Die Salzburg AG ist gerade dabei, bei der Instandhaltung von Kraftwerken neue Wege zu gehen. Zukünftig ist angedacht, den Instandhaltungsprozess zu digitalisieren. Mithilfe von "predictive maintenance", was so viel bedeutet wie vorausschauende Instandhaltung, will man den Revisionszeitpunkt optimal gestalten. Mit den generierten Daten der Kraftwerke sollen Modelle entwickelt werden, die den Verschleiß der Anlagen vorhersagen. So kann die Salzburg AG den optimalen Zeitpunkt für alle anstehenden Reparaturarbeiten festsetzen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.09.2020 um 11:03 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/arbeiter-und-techniker-sind-beim-kraftwerk-bischofshofen-noch-lange-am-werk-83976490

Kommentare

Schlagzeilen