Wirtschaft

Arbeitslosigkeit in Salzburg geht weiter stark zurück

Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen ist im September um 915 auf 10.841 gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 4,0 Prozent. Das ist der zweitbeste Wert hinter Tirol. Von der positiven Entwicklung profitieren alle Regionen im Bundesland.

AMS-Chefin Jacqueline Beyer kann gute Nachrichten verkünden: Salzburg verzeichnet den stärksten Rückgang bei den Arbeitslosen – im dritten Monat in Folge.  SN/ams/eva giritzer
AMS-Chefin Jacqueline Beyer kann gute Nachrichten verkünden: Salzburg verzeichnet den stärksten Rückgang bei den Arbeitslosen – im dritten Monat in Folge.

Die Lage auf dem Salzburger Arbeitsmarkt bleibt auch zum Herbstbeginn unverändert positiv: Zum dritten Mal verzeichnet das Bundesland den höchsten Rückgang der Arbeitslosigkeit. Von der weiterhin sehr guten Arbeitsmarktlage profitieren Männer und Frauen, Jüngere und Ältere, Langzeitarbeitslose, (fast) alle großen Wirtschaftsklassen sowie alle Regionen im Bundesland.

Die Arbeitslosenrate in Salzburg sank von 4,4 auf 4,0 Prozent

Per 30. September waren 10.841 Personen im Bundesland Salzburg arbeitslos vorgemerkt. Das sind um 915 Betroffene weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Dieser Rückgang um 7,8 Prozent ist - wie auch schon in den vergangenen zwei Monaten - der höchste bundesweit (Österreich: minus 2,8 Prozent). Rechnet man die um 6,7 Prozent zurückgegangenen Teilnahmen an Schulungsaktivitäten des AMS Salzburg (Österreich: minus 4,1%) ein, waren 13.186 Personen ohne Beschäftigung. Das bedeutet ein Minus von 7,6 Prozent und ebenfalls den österreichweit höchsten Rückgang (Österreich: minus 3,0%). Für Salzburg ergibt sich damit eine Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent nach nationaler Berechnungsmethode. Das ist nach Tirol der zweitniedrigste Wert bundesweit.

Von der guten Beschäftigungslage profitierten vor allem die Frauen

Die Zahl arbeitsloser Männer (5656 Personen) und Frauen (5185 Personen) ist annähernd gleich hoch, jedoch konnten Frauen (minus 11,8%) in höherem Ausmaß von der rückläufigen Arbeitslosigkeit profitieren als Männer (minus 3,8%). Grund ist vor allem der starke Rückgang der Arbeitslosigkeit im Hotel- und Gastgewerbe sowie im Handel, wo Frauen die Mehrzahl der Arbeitskräfte stellen.

Einen Zuwachs gab es nur bei den Arbeitslosen über 60 Jahre

Bei jüngeren Arbeitskräften bis 24 Jahre ist die Arbeitslosigkeit um 6,9 Prozent gesunken, bei älteren ab 50 Jahre um minus 4,8 Prozent. Auch die Zahl der seit mehr als einem Jahr Arbeitslosen ist um 4,6 Prozent auf 1086 Betroffene zurückgegangen. Eine nähere Betrachtung der AMS-Daten nach Altersgruppen zeigt, dass auch bei Arbeitskräften zwischen 55 und 60 Jahren die Arbeitslosenzahlen um 5,1 Prozent rückläufig waren, lediglich bei ab 60-Jährigen war ein Zuwachs zu verzeichnen.

Im Lungau ging die Arbeitslosigkeit am stärksten zurück

Auch die Bezirke weisen durchwegs sinkende Arbeitslosenzahlen auf: Hier führt der Lungau mit minus 14,0 Prozent vor dem Pinzgau (-9,1%) und der Stadt Salzburg (-8,9%). Exakt im Landesschnitt war die Arbeitslosigkeit im Pongau (-7,8%) rückläufig. Es folgen der Tennengau (-5,2%) und der Flachgau (-4,4%).

Die Kluft am Lehrstellenmarkt hat sich weiter vergrößert

Auf dem Lehrstellenmarkt hat sich die Kluft zwischen Lehrstellenangebot und Lehrstellensuchenden weiter vergrößert. Die Zahl offener Lehrstellen ist um 15,4 Prozent auf 1157 gestiegen. Dagegen ist die Zahl der als sofort verfügbar gemeldeten Lehrstellensuchenden um 12,6 Prozent auf 334 gesunken. Was aus dem Blickwinkel der Wirtschaft einen Lehrlingsmangel darstellt, birgt aus Sicht der Lehrstellensuchenden Chancen: Pro Person kann rechnerisch aus mehr als drei offenen Lehrstellen gewählt werden.

Die Zahl der offenen Stellen in Salzburg ist auf 6588 gestiegen

Das Angebot an sofort zu besetzenden, offenen Stellen ist weiter gestiegen: Per 30. September waren bei den AMS-Geschäftsstellen im Bundesland Salzburg 6588 offene Stellen gemeldet. Das ist ein Plus von 4,9 Prozent (Österreich: +3,6%). Bis 18. Oktober sind die AMS-Beraterinnen und -Berater des Service für Unternehmen im Rahmen der bundesweiten Aktion auch wieder verstärkt zu Betrieben im Bundesland Salzburg unterwegs. Sie informieren unter dem Kampagnenmotto #weiter über das Dienstleistungsangebot sowie die Unterstützungsmöglichkeiten des AMS, akquirieren Stellenangebote und sprechen dabei sowohl bestehende als auch potenzielle neue Unternehmenskunden an.


Quelle: SN

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