Wirtschaft

"Bauen + Wohnen": Messegäste investieren 900 Mill. Euro

Schon am ersten Tag war die am Donnerstag eröffnete "Bauen + Wohnen"-Messe gut besucht. Und fest steht: Wer auf die Messe kommt, will auch investieren.

Dass in Zeiten niedriger Zinsen und steigender Unsicherheit viele Bürger, statt Fernreisen zu machen, lieber in die eigenen vier Wände investieren, zeigt sich im Messezentrum: Denn die von Reed Exhibitions veranstaltete "Bauen+Wohnen"-Messe war schon am Eröffnungstag gut besucht.

Reed-Geschäftsführer Benedikt Binder-Krieglstein rechnet bis Sonntag mit 35.000 Besuchern und wartet mit interessanten Zahlen auf: "Aufgrund von Befragungen wissen wir: 24.000 oder zwei Drittel der Messegäste planen eine Investition. In Summe sind das 900 Millionen Euro."

Küchen: Echtholz ist wieder auf dem Vormarsch

Johanna Pölzleitner sah sich Donnerstagvormittag am Stand von Breitschopf-Küchen um: "Ich suche etwas modernes, pflegeleichtes, aber auch zeitloses." Sein Ziel sei, sich inspirieren zu lassen, "und etwas über Funktionalitäten zu erfahren, auf die man zu Hause, wenn man vor der möglichen Baustelle sitzt, gar nicht denkt," betonte ihr Peter Pölzleitner - und schaukelt den Kinderwagen mit Sohn Oskar (1). Beraten werden sie von Breitschopf-Prokurist Walter Postlbauer. Er ortet einen Trend zu Echtholz im Küchenbereich: "Es wird aber oft mit modernen Oberflächen kombiniert - meistens in weiß." Die Arbeitsplatten seien meist aus Stein oder neuerdings auch aus Keramik.


Der Holz-Trend kommt Tischlermeister Fritz Schwab entgegen. Der Schleedorfer hat mit vier weiteren Betrieben die Marke "Salzburger Tischler-Küche" gegründet. Er räumt mit dem Vorurteil auf, dass Vollholzküchen automatisch rustikal aussehen müssen: "Wir machen auch sehr moderne, stylische Küchen. Und der Kunde kann sich beim Design auch einbringen."

Bäder: Große Fliesen in Natur-Tönen

Im Bad-Bereich sind aktuell große und nicht mehr nur weißen Fliesen angesagt, sondern eher Natur-Töne. Das weiß Christian Friedl vom Großhändler C. Bergmann. Er verweist auf eine 2,6 mal 1,2 Meter große Wandfliese in seinem Messestand: "Die ist ideal für Duschwände. Da hat man keine Fugen. Das sieht gut aus und ist leicht zu reinigen."

Auf der Messe präsentieren sich 470 Aussteller aus dem In- und Ausland. Die Gäste kommen aus 150 Kilometern Umkreis, wie Johannes Lugmayr aus Strengberg (NÖ): "Wir planen bei unserem Vierkanthof einen Fenstertausch." Warum er nach Salzburg kommt? "Weil die Messe hier gemütlicher ist als anderswo."

Biomasse-Heizungen als Förder-Kaiser

Als lokaler Platzhirsch im Heizungs-Sektor ist es für die Firma Windhager aus Seekirchen geradezu Pflicht, auf der Bauen+Wohnen präsent zu sein. Geschäftsführer Markus Buchmayr: "Der Trend geht klar in Richtung Automatisierung: Heute kann man jeden unserer Kessel mittels App steuern." Und preislich seien Pellets mittlerweile stabiler als Öl und Gas: "Eine Biomasse-Heizsystem ist mittlerweile um 12.000 Euro zu haben - wovon ein Drittel gefördert wird." In puncto Feinstaub-Emmissionen seien Pellets- und Hackschnitzelheizungen ohnehin konkurrenzlos: "Wir haben unser Gegenstrom-Vergasungs-Prinzip patentieren lassen. Speziell bei Hackschnitzel entstehen da praktisch keine Emmissionen mehr." Und noch eine Entwicklung ortet er: "Auch Scheitholz-Heizungen erleben wieder eine Renaissance."

Wer Informationen zum Thema "Smart Home", also technik-unterstütztes Wohnen, sucht, ist bei Richard Chippani von der ABB-Tochter Busch & Jaeger richtig. Das Haus oder die Wohnung von außen per Handy oder Tablet steuern zu können, sei immer öfter gefragt. Möglich sei praktisch alles: "Steuern kann man das Licht, die Jalousien, die Temperatur und auch die Tür-Kommunikation samt Video."

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.09.2018 um 09:31 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/bauen-wohnen-messegaeste-investieren-900-mill-euro-449023

Dirndl selbst schneidern: Kurse ausgebucht

Dirndl selbst schneidern: Kurse ausgebucht

Mit dem Rupertikirtag beginnt die Hochsaison für die Tracht. Schneiderin Katharina Rettenwender erlaubt den Boom hautnah. Nicht nur, weil sie die Tracht an spezielle Bedürfnisse anpassen kann: "Die Standard-…

Schlagzeilen