Bilanz

Zwölf Millionen Nächtigungen: Wintertourismus in Salzburg übertraf Erwartungen

Fast zwölf Millionen Nächtigungen haben Salzburgs Beherbergungsbetriebe in der Wintersaison 2021/22 von November bis April verzeichnet. Auch im vergangenen Monat April wurden rund 1,3 Millionen Übernachtungen gezählt - mehr als erwartet.

Viel Betrieb: Skifahrer nach dem Ausstieg aus der Gondel am Donnerstag, 13. Jänner 2022, im Skigebiet Altenmarkt-Zauchensee. SN/APA/BARBARA GINDL
Viel Betrieb: Skifahrer nach dem Ausstieg aus der Gondel am Donnerstag, 13. Jänner 2022, im Skigebiet Altenmarkt-Zauchensee.

Diese Zahlen veröffentlichte die Landesregierung am Dienstag. Landeshauptmann und Tourismusreferent Wilfried Haslauer sagte: "Ich finde das angesichts der wirklich schwierigen Rahmenbedingungen aufgrund von Covid und des Ukraine-Kriegs bemerkenswert. Es sind noch weniger Nächtigungen als vor Corona, aber wir können eine positive Bilanz ziehen."

Der Beginn der Wintersaison stand zunächst unter keinem guten Stern. "Mit dem Jahreswechsel hat uns die Omikron-Welle erfasst, danach hatten wir Höchststände bei den Infektionen. Trotzdem sind die Nächtigungszahlen unter diesen schwierigen Bedingungen sehr erfreulich. Die heimischen Betriebe haben bewiesen, dass sie in herausfordernden Zeiten hervorragende, sichere und verlässliche Gastgeber sind", sagte Haslauer und ergänzte: "Jetzt liegt die volle Konzentration auf den Sommermonaten. Die Buchungen sind aus derzeitiger Sicht erfreulich."

Auch April relativ stark

Die 1,3 Millionen Übernachtungen im vergangenen Monat sind nur um 1,3 Prozent weniger als der Aprilwert des Jahres 2019. Die Aprilnächtigungen aus 2018 wurden sogar um über 14 Prozent übertroffen. Im März 2022 waren die Tourismuszahlen im Vergleich mit den Coronajahren 2020 und 2021 naturgemäß deutlich höher. An das Vorkrisenniveau reichen sie jedoch nicht. Die 3,4 Millionen Nächtigungen im Februar entsprechen den jeweiligen Monatsdurchschnittswerten der Jahre 2000 bis 2003.

Deutsche bleiben treue Gäste

Gäste aus Deutschland waren in dieser Wintersaison mit rund 38 Prozent die größte in sich geschlossene Gruppe. Österreichische Urlauber machten in Salzburg einen Anteil von rund 22 Prozent aus. Die drittgrößte Gruppe kam mit etwas mehr als 14 Prozent aus den Niederlanden.

Pinzgau Spitzenreiter

Im Bezirksranking verzeichnete der Pinzgau mit 44,5 Prozent die meisten Nächtigungen. Dahinter liegt der Pongau mit 37,7 Prozent, gefolgt vom Lungau mit 6,8 Prozent, der Stadt Salzburg mit 4,7 Prozent, dem Flachgau mit 3,4 Prozent und dem Tennengau mit 2,9 Prozent.

Vorfreude auf den Sommer

In der Pandemie war die Entwicklung des Sommertourismus zuletzt sehr positiv. Mit 11,8 Millionen Nächtigungen erreichte der Sommer 2021 rund 85 Prozent des Niveaus vor Corona. "Bei uns ist die Stimmung grundsätzlich gut. Zwar haben die Kundinnen und Kunden jetzt wieder mehr Angebote, aber Salzburg hat sich als Destination in den warmen Monaten etabliert. Vor allem das Angebot spricht für sich: Mountainbiken, Wandern, ein tolles Netz an Bergbahnen, die hervorragende Kulinarik und ein interessantes Kulturangebot bieten ein besonders stimmiges Gesamtpackage", sagt Wolfgang Breitfuß, Direktor des Tourismusverbands Saalbach-Hinterglemm.

Jugendhotels spüren Aufwind

Optimismus und Zuversicht herrschen auch in der Region Wagrain-Kleinarl vor. "Vor allem in den Jugendhotels sieht die Buchungslage für die kommenden Monate sehr erfreulich aus. Die Beschränkungen wurden aufgehoben und jetzt können wieder viele Ausflüge gemacht werden", schildert Tourismusdirektor Stefan Paßrugger die Situation.

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