Wirtschaft

Bründl-Gruppe und Intersport gehen getrennte Wege

Seit der Gründung des ersten Bründl Shops 1970 war das Salzburger Unternehmen mit der Marke Intersport verbunden. Nun wird die Kooperation aufgelöst.

Wie die beiden Unternehmen am Mittwoch bekanntgaben, trennt sich die Bründl-Gruppe mit September 2019 von der Marke Intersport. "Intersport ist eng mit der Geschichte unseres Familienunternehmens verbunden. Gemeinsam haben wir die letzten fünf Jahrzehnte den heimischen Sportartikelhandel maßgeblich beeinflusst und bewegt. Nun ist es jedoch an der Zeit, unsere eigenen Wege zu gehen", erklärt Christoph Bründl, Geschäftsführer und Eigentümer der Bründl-Gruppe, den Schritt in einer Aussendung.

"Wir respektieren diese unternehmerische Entscheidung", nimmt Intersport-Geschäftsführer Thorsten Schmitz dazu Stellung. "Die Bründl-Gruppe war fast 50 Jahre lang ein Partner, der Innovationen geprägt und damit die ganze Gruppe positiv beeinflusst hat." Intersport werde aber auch ohne Bründl weiterhin erfolgreich sein, zeigt er sich zuversichtlich.

Familienunternehmen mit Geschichte

Die Bründl-Gruppe betreibt aktuell 26 Shops mit 550 Mitarbeitern an neun Standorten in Österreich. Das Pinzgauer Familienunternehmen hat Hans Bründl vor mehr als 60 Jahren gegründet. 1956 eröffnete Hans Bründl den ersten Skiverleih in Kaprun: auf lediglich 16 Quadratmetern. Acht Jahre später konnte sich der Pionier ein Geschäft leisten, das er schließlich 1967 eröffnete. Der Betrieb befand sich auf demselben Standort, auf dem heute der Flagship-Store steht. Die erste Filiale folgte 1972 im Skigebiet Kitzsteinhorn. Sohn Christoph baute eine Kette von Sportgeschäften mit Filialen in Zell am See, Kaprun oder Ischgl auf. Bründl ist heute laut Unternehmensangaben der größte Skiverleiher in den Alpen.

Zur Intersport Austria Gruppe gehören 107 Händler mit rund 280 Standorten. Intersport beschäftigt in Österreich rund 3.600 Mitarbeiter und lizenziert zudem die Märkte in Ungarn, Tschechien und der Slowakei.

Quelle: SN

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