Wirtschaft

Caritas und Pfarre bauen gemeinsam in Salzburg-Herrnau

Im Salzburger Stadtteil Herrnau wurde am Dienstag der Grundstein für ein Großprojekt im kirchlichen Bereich gelegt.

Das Großprojekt im Modell SN/caritas/wildbild
Das Großprojekt im Modell
Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Caritas-Direktor Johannes Dines, Erzbischof Franz Lackner und Pfarrer Joachim Josef Selka (von links). SN/caritas/wildbild
Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Caritas-Direktor Johannes Dines, Erzbischof Franz Lackner und Pfarrer Joachim Josef Selka (von links).

Die Caritas Salzburg und die Pfarre Herrnau beginnen mit dem Bau ihres Gemeinschaftsprojektes. In der Friedensstraße werden das neue Caritas-Zentrum und ein neues Pfarrgebäude errichtet. Im Pfarrgebäude werden der neue Pfarrkindergarten sowie zehn geförderte Wohnungen Platz finden, in der neuen Caritas-Zentrale sich neben der Verwaltung auch die Sozialberatung und ein neuer Second-Hand-Shop befinden. Der Bau soll im März 2019 abgeschlossen sein.

In der neuen Caritas Zentrale werden auf einer Nettogeschoßfläche von 2200 Quadratmetern, verteilt auf vier Etagen, zukünftig rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Zentral- und Servicebereichen der Caritas ihren Arbeitsplatz haben. Das Pfarrgebäude wird 1050 Quadratmeter groß sein. Im Kindergarten, neu mit integrierter Krabbelgruppe, werden rund 30 Kinder betreut. Ihnen steht zusätzlich eine große Spielwiese zur Verfügung.

Ein Meilenstein für die Caritas Salzburg

Für die Caritas Salzburg ist die Errichtung der neuen Zentrale ein Meilenstein in ihrer fast 100-jährigen Geschichte. Caritas-Direktor Johannes Dines sagt: "Die gesellschaftlichen Herausforderungen werden in Zukunft zunehmen. Es ist eine gute Investition in die Zukunft, wenn die Caritas gerüstet ist, um ihre wichtigen Aufgaben im sozialen Bereich weiterhin gut bewältigen zu können. Für uns ist das ein Jahrhundertprojekt. Wenn alles wie geplant läuft, wird der Bau kurz vor unserem 100-Jahr-Jubiläum 2019 abgeschlossen sein."

Seit dem Jahr 2000 ist die Caritas von 200 auf 700 Mitarbeiter gewachsen. Die Zentralbereiche verteilen sich mittlerweile auf fünf Standorte in der Stadt Salzburg. Die bestehende, historische Zentrale am Universitätsplatz 7 entspreche nicht mehr den Anforderungen moderner Bürogebäude. Zum Beispiel ist die Barrierefreiheit nicht gegeben. Ein Umbau der bestehenden Gebäude sei aus Platzgründen und aufgrund der immens hohen Baukosten im Altstadtbereich nicht leistbar.

Die Pfarre richtet auch eine Krabbelpruppe ein

Am Standort Friedensstraße 7, direkt neben dem Pfarrzentrum, entsteht ein neues Pfarrgebäude mit Wohnungen und Kindergarten. Der jetzige Kindergarten in der Hellbrunnerstraße kann so nach 55-jährigem Bestehen erneuert und direkt neben der Pfarre integriert werden. Wegen der großen Nachfrage der Eltern wird auch eine Krabbelgruppe eröffnet.

Pfarrer Joachim Selka: "Wir hoffen mit dem Neubau des Pfarrkindergartens eine aktive Anlaufstelle für den Stadtteil Herrnau zu schaffen. Die Pfarrgemeinde hat es sich zur Aufgabe gemacht, Familien und Alleinerziehende verantwortungsbewusst in der Erziehung und Bildung der Kinder zu unterstützen. Während des Kindergartenjahrs ist es unser Bestreben, den Kindern und ihren Familien christliche Werte zu vermitteln, diese zu leben und erfahrbar zu machen." Der Kindergarten sei ein offenes Haus für unterschiedliche Nationalitäten, Konfessionen und Religionen.

(SN)

Aufgerufen am 24.11.2017 um 09:23 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/caritas-und-pfarre-bauen-gemeinsam-in-salzburg-herrnau-20486569

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