Wirtschaft

Christian Kern beim Zukunftsforum im Hangar 7

Wie kann Österreich wettbewerbsfähig bleiben? Wie gehen wird künftig mit Digitalisierung um? Über dies und vieles mehr diskutierten die Teilnehmer des Industrie- und Zukunftsforums, darunter Kanzler Christian Kern, im Hangar-7.

Österreich und Europa befinden sich in einer bewegten Zeit und haben viele Herausforderungen auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene zu bewältigen: "Die Zukunft Österreichs und Europas" - so lautete der Titel des Industrie- und Zukunftsforums, zu dem Oberbank, die Industriellenvereinigung Salzburg und die "Salzburger Nachrichten" am Dienstagabend in den Hangar-7 in Salzburg luden. Themen wie die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs, der künftige Umgang mit Digitalisierung, private und öffentliche Investitionen und weitere Herausforderungen standen dabei im Zentrum der Diskussion.

"Österreich befindet sich in einer guten Situation. Wir liegen mit 1,7 Prozent BIP-Wachstum wieder im europäischen Schnitt, vor allem dank des höheren Konsums der privaten Haushalte. Aber auch die heimische Industrie leistet hier einen maßgeblichen Beitrag. Grund zur Zufriedenheit gibt es aber dennoch nicht. Sowohl Bayern als auch Tschechien wachsen deutlich stärker als wir", erklärt Franz Gasselsberger, Generaldirektor der Oberbank.

Der gesamte Vortrag des Bundeskanzlers im Video:

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"Darüber hinaus hat Österreich stark an seiner internationalen Wettbewerbsfähigkeit verloren. Wir sind ins Mittelfeld abgerutscht. Im Wettbewerbsranking des World Competitiveness Center rangieren wir lediglich im Mittelfeld auf Rang 24 von 61. Deshalb muss Österreich verstärkt an seiner Wettbewerbsfähigkeit arbeiten und verlorenes Terrain aufholen. Insbesondere bei der Besteuerung und bei der Reformfreudigkeit müssen wir uns verbessern. Die Steuerlast auf Arbeit ist deutlich zu hoch. Weiters müssen wir die Effizienz unseres Bildungswesens erhöhen. "

Rund 400 Gäste besuchten diese hochkarätige Veranstaltung - als Keynote-Speaker war niemand Geringerer als Bundeskanzler Christian Kern zu Gast im Hangar-7; die Moderation bestritt auch heuer wieder SN-Chefredakteur Manfred Perterer.

Die zahlreiche Prominenz aus Politik und Wirtschaft ließ sich diesen Event natürlich ebenfalls nicht entgehen; darunter waren zum Beispiel Porsche-Vorstand Alain Favey, Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, Wüstenrot-Chefin Susanne Riess, Günter und Andreas Kuhn (Kuhn Baumaschinen), Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel mit Gattin Andrea oder Chris Collet, Geschäftsführer BMW-Austria.

Peter Unterkofler, Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg, sieht beim Industriestandort Österreich zwei Stellschrauben, die nachjustiert werden müssen. Zum einen sollten die Investitionen nicht nur bei kleinen und mittleren Betrieben angekurbelt werden, wie es das Wirtschaftspaket der Regierung vorsieht. "Wir brauchen einen steuerpolitischen Befreiungsschlag für alle Unternehmen: Die Halbierung der Körperschaftssteuer auf nicht entnommene Gewinne", sagt Unterkofler.

Zum anderen sollten die Arbeitszeitregelungen modernisiert werden, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und die Arbeitslosigkeit zu senken. Die Anhebung der zulässigen Tageshöchstarbeitszeit auf zwölf Stunden sei notwendig, damit Österreich im globalen Wettbewerb mithalten könne.







Quelle: SN

Aufgerufen am 22.08.2018 um 07:46 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/christian-kern-beim-zukunftsforum-im-hangar-7-903139

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