Wirtschaft

Coronavirus - Im Haushalt der Stadt Salzburg fehlen 33 Mio. Euro

Finanzdirektor präsentierte im Stadtsenat den zweiten Finanzbericht zur Coronakrise - Bürgermeister Preuner: Minus weniger als vor Wochen befürchtet

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise trafen die Stadt Salzburg nicht so hart, wie noch vor Wochen erwartet. SN/APA/BARBARA GINDL
Die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise trafen die Stadt Salzburg nicht so hart, wie noch vor Wochen erwartet.

Die Coronakrise sorgt für ein Minus im Budget der Stadt Salzburg. Derzeit würden im Stadthaushalt rund 33 Millionen Euro aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie fehlen, erklärte am Montag Finanzdirektor Alexander Molnar, der im Stadtsenat den zweiten Finanzbericht zur Coronakrise präsentierte.

Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) hatte noch vor einigen Wochen ein größeres Minus befürchtet. "Damals standen wir bei einem zu erwartenden Budgetrückgang von 54,5 Millionen Euro." Die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie seien zwar unausweichlich, aber durch Gegensteuern und konkrete Hilfen des Bundes sei die Aussicht nun nicht mehr so düster wie vor wenigen Wochen angenommen.

Hauptgründe für das Minus sind der Rückgang der Ertragsanteile um knapp 18 Mio. Euro und ein Entfall bei der Kommunalsteuer von elf Mio. Euro, wie die Stadt in einer Aussendung informierte. Auch bei der Ortstaxe (1,9 Mio.), dem Eintritt in Schloss und Wasserspiele Hellbrunn (2,1 Mio.) oder dem Bustourismus (1,3 Mio.) habe es erhebliche Rückgänge gegeben.

An außerplanmäßigen Einnahmen erwartet die Stadt u.a. einen Zweckzuschuss zur Finanzierung der schulischen Tagesbetreuung von 1,27 Mio. Euro, weiters Minderausgaben von vier Mio. Euro beim Schuldendienst und eine erhöhte Landesumlage durch weniger Ertragsanteile von 2,4 Mio. Euro. Der Finanzdirektor hob zudem hervor, dass die Stadt über knapp 89 Mio. Euro an verfügbaren Veranlagungen habe, dem stünden 67 Mio. Euro an Schulden gegenüber. Außerdem könne die Stadt konkrete Bauprojekte zur Unterstützung beim Bund einreichen und so bis zu 20 Mio. Euro über das Kommunale Investitionsgesetz an Förderungen zurückbekommen.

Quelle: APA

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