Wirtschaft

Das Essen kommt mit dem Rad

Das Team der "FoodNinjas" liefert das Essen per Drahtesel. "Wir sind schnell und kommen auch zu Adressen, wo man mit dem Auto nicht hinkommt", so die Gründer Michael Damisch und Felix Winter.

Die „Food Ninjas“ Dominik Trimmel und Martin Wallinger liefern Essen per Fahrrad, z. B. von Patricia Valderas und Katharina Citroni vom Green Garden aus.   SN/sw/saha
Die „Food Ninjas“ Dominik Trimmel und Martin Wallinger liefern Essen per Fahrrad, z. B. von Patricia Valderas und Katharina Citroni vom Green Garden aus.  

Viele gute Ideen entstehen spontan. So war es auch bei Michael Damisch und Felix Winter. Die beiden Salzburger haben sich im Sommer des vergangenen Jahres zufällig kennengelernt. Damisch hat einen Fahrradbotendienst und Winter ist vor allem im Gastro-Marketing tätig. "Nach einigen Gesprächen stand fest, dass wir ein gemeinsames Projekt mit dem Schwerpunkt Essen machen werden", sagt Felix Winter.

Nach einigen Monaten der Planung gingen vor kurzem die "FoodNinjas" online. Das System funktioniert so wie auch bei anderen Lieferservices. Zuerst gibt der Kunde online seine Adresse ein, es folgt eine Auflistung der Restaurants, bei denen man das Essen wählen kann. Bezahlt wird ebenfalls online. "Es geht schneller als mit Barzahlung und wollen wir verhindern, dass jemand bestellt und dann nicht anzutreffen ist", sagt Damisch.

Die Zustellung mit dem Fahrrad, die 2,50 Euro kostet, bringt Vorteile mit sich. "Es ist umweltfreundlich und wir sind schnell. Wir kommen auch zu Adressen, wo Lieferanten mit den Autos nicht hinkommen. Zum Beispiel bei Straßen, die durch einen Poller abgesperrt sind oder wo es keine Parkmöglichkeiten gibt - umgekehrt können wir auch von dortigen Restaurants liefern."

Derzeit hat das Unternehmen 17 angestellte Boten, die sich in den Terminplan eintragen, wann sie fahren wollen. "Es werden noch weitere "Ninjas" hinzukommen. Wir setzen keine Erfahrung voraus, da wir neue Mitarbeiter schnell und gut ausbilden können", so Damisch. Gefahren wird meistens mit den eigenen Rädern. Wenn jemand kein Fahrrad hat, stehen in der Zentrale in Lehen einige bereit.

Allerdings hat der Lieferservice mit dem Fahrrad auch einen Nachteil. Der Umkreis bei der Zustellung beträgt nur vier Kilometer. Daher sind bei vielen Adressen in der Stadt keine Restaurants abrufbar. Daran arbeitet das Team noch. In Kürze kommen weitere Restaurants in Nonntal und ein Büro in der Bürglsteinstraße hinzu. "Wir wollen bis Ende März die Anzahl der Restaurants auf 30 erhöhen, sodass wir Salzburg gut abdecken können", sagt Mitgründer Felix Winter.

Die beiden Geschäftsführer machen sich jedes Mal persönlich ein Bild von dem potenziellen Partner. "Bei uns muss die Qualität stimmen, das Essen muss hochwertig sein. Wir haben daher auch schon einmal ein Restaurant abgelehnt", so Damisch.

Aufgerufen am 18.02.2018 um 09:24 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/das-essen-kommt-mit-dem-rad-23988796

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