Wirtschaft

Das "Haus der Steinböcke" lockt nach Heiligenblut

Eineinhalb Jahre wurde gebaut. Jetzt ist das "Haus der Steinböcke" fertig. Die Kosten betragen 4,7 Mill. Euro. Ein Film zeigt: "Der König und sein Thron." Auch dem Großglockner wird in der Ausstellung viel Platz gewidmet.

Vor fast fünf Jahrzehnten wurde in Heiligenblut der Grundstein für den Nationalpark Hohe Tauern gelegt. Am Samstag öffnete eine neue Attraktion für Naturbegeisterte ihre Tore. In eineinhalbjähriger Bauzeit ist ein modernes Besucher- und Informationszentrum entstanden, das unter anderem vom Großglockner und dem Lebensraum des Steinwildes erzählt.

Die Besteigung des Großglockners wird symbolisiert

Die Ausstellung, die das Planungsteam Andreas Zangl, Markus Meirhofer und Georg Derbusch in Szene gesetzt hat, stellt mit dem Steinbock den unangefochtenen König der Alpen in den Mittelpunkt. Mit dem Ausstellungskino sorgt "Der König und sein Thron" aber auch für beeindruckende, filmische Einblicke ins Leben des Steinwilds. In den drei Stockwerken "erwandern" sich Besucherinnen und Besucher Wissen über Tier- und Pflanzenarten der Gipfelregionen sowie deren Anpassungsstrategien. Der Aufstieg über drei Stockwerke symbolisiert die Besteigung des Großglockners, dem in der Schau viel Raum gewidmet wird.

Wo die Glocknerscharte erklommen werden kann

Ein Nervenkitzel erwartet die Besucher im letzten Ausstellungsraum, wo dank 3D-Fotoboden die Glocknerscharte - die schmale Querung zwischen Kleinglockner und Gipfel des Großglockners - erklommen werden kann. Ein spektakulärer Tiefblick auf die Pasterze, die Pallavicini-Rinne und das Ködnitzkees sind damit für alle Gäste inklusive. Bei guten Wetterbedingungen wird die Mutprobe mit einem atemberaubenden Glocknerblick durchs Panoramafenster belohnt.

Architekten schufen eine "angenehme Willkommenszone"

Für die Architekten Ronacher ZT GmbH gibt es Lob. Ihnen sei es gelungen, eine attraktive Eingangssituation zu schaffen, ohne das für die Ortschaft Heiligenblut dominante Ortsbild zu verbauen, heißt es. "Die schlichte und von Transparenz geprägte Holzkonstruktion samt Arkadengang mit Rundsäulen aus Lärchenholz schafft für Besucherinnen und Besucher eine angenehme Willkommenszone und eine bessere Anbindung an das Ortszentrum von Heiligenblut." Das "Haus der Steinböcke" beherbergt zudem das örtliche Tourismusbüro, einen Seminarraum für Veranstaltungen, einen Nationalpark-Shop, den Vereinssitz der offiziellen Sponsoring-Einrichtung des Nationalparks sowie ein Café mit Aussichtsterrasse.

Auch die Großglockner Hochalpenstraße hat mitgezahlt

Das Nationalparkprojekt hat ein Schulterschluss der Nationalparkgemeinde Heiligenblut, des Kärntner Nationalparkfonds und des Vereins der Freunde des Nationalparks Hohe Tauern ermöglicht. Die Projektkosten von rund 4,7 Mill. Euro wurden von den Projektpartnern sowie der Großglockner Hochalpenstraßen AG mithilfe von EU-Mitteln aus dem Programm der ländlichen Entwicklung sowie dem Nationalparksponsor Privatstiftung Kärntner Sparkasse getragen. Mehr Informationen: www.hausdersteinboecke.at


Quelle: SN

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