Wirtschaft

Datenbrille erleichtert Arbeit im Heizkraftwerk der Salzburg AG

Die Techniker steuern die Protokollierung der Arbeit mit Gesten. Sieben Projekte sollen Das Energieunternehmen moderner machen.

Constantin Naderer mit seiner Datenbrille: Per Fingerzeig bedient er den Bildschirm vor seinem Auge. SN/ANTON PRLIC
Constantin Naderer mit seiner Datenbrille: Per Fingerzeig bedient er den Bildschirm vor seinem Auge.
Constantin Naderer mit seiner Datenbrille: Per Fingerzeig bedient er den Bildschirm vor seinem Auge. SN/ANTON PRLIC
Constantin Naderer mit seiner Datenbrille: Per Fingerzeig bedient er den Bildschirm vor seinem Auge.
Constantin Naderer mit seiner Datenbrille: Per Fingerzeig bedient er den Bildschirm vor seinem Auge. SN/ANTON PRLIC
Constantin Naderer mit seiner Datenbrille: Per Fingerzeig bedient er den Bildschirm vor seinem Auge.

Constantin Naderer tippt mit seinem Finger in die Luft. Durch seine Brille gesehen sind seine Handbewegungen mehr als nur seltsam anmutende Gesten. Die Brille hat nämlich ein kleines Computerdisplay eingebaut.

An der Stelle, ander sich sein Finger bewegt, sieht Naderer Symbole, die er mit Bewegungen ansteuern kann. "Das funktioniert wie die Steuerung auf einem Tablet", sagt er.

Naderer ist Techniker im Heizkraftwerk Mitte der Salzburg AG. Soeben hat er eine Revisionsarbeit an einer Armatur abgeschlossen. Mithilfe der Brille kann er die getane Arbeit sofort protokollieren.

Die Datenbrille ist die erste dieser Art, die die Salzburg AG im Einsatz hat. Der Einsatz bei der Revision ist Teil eines Testbetriebes.

Die Salzburg AG verspricht sich viel von den Anwedungsmöglichkeiten der Datenbrille. So lässt sich mit einer eingebauten Kamera alles aufzeichnen, was der Träger sieht.

"Wenn ich eine Arbeit durchführe, kann ich mir ein Video eines Kollegen anschauen, der diese Tätigkeit bereits gemacht hat", sagt Naderer. So könne er seine Arbeit schneller und sicherer erledigen.

Die Datenbrillen ist eines von sieben Projekte, die aus einem Innovationswettbewerb der Salzburg AG hervorgegangen sind. 300 Bewerbungen gingen bei dem Energieunternehmen ein, 90 davon kamen von eigenen Mitarbeitern.

Die Datenbrille stamme von einem kleinen Grazer Unternehmen, sagt Vorstand Leonhard Schitter: "Es war ein Projekt, dass wir sehr schnell umsetzen konnten."

Aus dem eigenen Haus kam die Projektidee, Stromleitungen per Drohne zu begutachten. "Da sind wir auch schon sehr weit."

Zwei weitere Projekte betreffen die Kunden der Salzburg AG: Bei einem geht es um die digitale Steuerung der eigenen vier Wände, so genannte Smart-Home-Lösungen. Bei einem weiteren geht es um das Speichern von Strom aus Photovoltaik-Anlagen.

Auch der Kundenservice soll mit einem Innovationsprojekt verbessert werden: Kundenanfragen werden bei der Salzburg AG per Whattsapp beantwortet. Auch dieses Projekt wurde von Mitarbeitern des Unternehmens eingereicht.

(SN)

Aufgerufen am 23.02.2018 um 03:34 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/datenbrille-erleichtert-arbeit-im-heizkraftwerk-der-salzburg-ag-20486431

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