Wirtschaft

Dauerregen: Futterqualität deutlich schlechter als sonst

Das unbeständige Wetter bereitet Salzburgs Landwirten Probleme. Die Heuernte verzögert sich. Darunter leidet die Qualität des Futters.

Dauerregen: Futterqualität deutlich schlechter als sonst SN/APA/BARBARA GINDL
Die Qualität von Wiesengras sinkt, weil zu spät geerntet wird.

Das regnerische Wetter macht in diesem Sommer den Landwirten zu schaffen. Die vielen Regentage im Juli und August haben die Ernte erschwert und verzögert.

"Sobald einmal die Sonne rauslacht, musst du sofort mähen, egal, wie nass der Boden ist", sagt Rupert Quehenberger, Obmann der Bezirksbauernkammer Hallein. An Steilhängen sei das oft sehr gefährlich. "Und das Futter ist viel mehr verschmutzt. Die Erde von Maulwurfshaufen klebt an den Pflanzen."

Am meisten Sorgen bereitet den Landwirten die Qualität des Wiesenfutters. Die Ernte hat sich durch das Schlechtwetter in vielen Fällen um zwei Wochen verzögert. Schon beim ersten Schnitt war das Futter teilweise überreif. "Die Pflanze fängt dann zu verholzen an, es kommt zu einem Braunstich" , sagt Quehenberger. Das Heu habe dann nicht mehr die nötige Energie und den erforderlichen Nährwert, heißt es auch bei der Landwirtschaftskammer. Durch Kraftfutter lässt sich das Problem nur zum Teil lösen, weil Kraftfutter Heu nicht zur Gänze ersetzen kann.

Ein weiteres Problem: Die Gefahr der Heu-Selbstentzündung ist größer, wenn die Feuchtigkeit hoch ist und die Belüftung in den Wirtschaftsgebäuden nicht entsprechend gut funktioniert.

Verregnete Sommer habe es in der Vergangenheit immer wieder gegeben, sagt Quehenberger. "Es ist heuer aber schon auffallend, dass wir es gar nicht schaffen, zwei oder drei richtig schöne Tage zu haben."

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