Wirtschaft

Eine Frau als Botschafterin für die Pilger

Toni Wintersteller gilt als Erfinder des Jakobsweges in Salzburg. Jetzt hat der 66-Jährige den Pilgerstab weiter gegeben: Neue Botschafterin ist die 44-jährige Angelika Wimmer aus Mattsee.

Eine Frau als Botschafterin für die Pilger SN/hofer
Toni Wintersteller übergab den Pilgerstab für den Salzburger Jakobsweg an Angelika Wimmer. Die Mattseerin ist die neue Botschafterin des Jakobsweges. Rechts: Hermann Signitzer, Tourismusreferent der Erzdiözese.

Der Salzburger Jakobsweg hat eine neue Botschafterin: Angelika Wimmer (44) aus Mattsee - ausgebildete und erfahrene Pilgerbegleiterin - von Toni Wintersteller (66). Wintersteller hat die Agenden viele Jahre betreut. In ihrer neuen ehrenamtlichen Funktion wird sich Angelika Wimmer um die Zusammenarbeit in den pfarrlichen wie politischen Gemeinden entlang des 85 Kilometer langen Salzburger Jakobsweges von Neumarkt nach Lofer kümmern. Die selbstständige Unternehmerin in der E-Learning-Branche wird die jährlichen Pilgerangebote - zum Beispiel die vorösterliche Pilgerwanderung - koordinieren, sich an gemeinsamen Aktionen zu "Pilgern im SalzburgerLand" beteiligen und die Vertretung im Verein "Jakobswege Österreich" wahrnehmen. Wimmer kann dabei mit der Unterstützung des Tourismusreferates der Erzdiözese Salzburg sowie der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft rechnen.

Der Pilgerbotschafter ist zu einem Dauerauftrag geworden

Angelika Wimmer: "Wenn wir gehend unterwegs sind, geschieht etwas mit uns. Das spüren wir. Mein Anliegen als Botschafterin des Salzburger Jakobsweges ist, dass viele Menschen auf diesem wunderschönen Pilgerpfad durch das Salzburger Land in Bewegung sind, um dort Ruhe und Kraft zu finden und sich selbst und Gott ein Stück näher zu kommen." Toni Wintersteller weiß um die Notwendigkeit einer Botschafterin: "Die Pilgerbewegung stellt sich oft als Selbstläufer dar. Es braucht im Hintergrund aber engagierte Pilgerinnen und Pilger sowie Initiativen und Vereine, die für die Pilgerwege stehen, ihnen ein Ziel und eine Botschaft verleihen und die Zusammenarbeit in Gemeinden, Tourismus und Kirche in den Regionen stärken."

In den vergangenen Jahren habe sich dies als "Dauerauftrag" erwiesen. Die Übergabe des Pilgerstabes an Wimmer sieht er als "wichtigen Schritt um eine neue Generation an das Pilgern heranzuführen." Hermann Signitzer, Tourismusreferent der Erzdiözese: "Ich freue mich, dass nun wieder jeder Salzburger Pilgerweg eine ehrenamtliche Ansprechperson hat. Mit Angelika Wimmer bringt eine begeisterte Pilgerin ihre positiven Erfahrungen ein."

In der Erzdiözese Salzburg feiert der Jakobsweg heuer sein elfjähriges Bestehen. Es ist eines der ersten Projekte der diözesanen Tourismuspastoral, dem im Laufe der Jahre viele folgten. Derzeit gibt es im Bundesland Salzburg neun Pilgerwege.

Quelle: SN

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