Wirtschaft

Fachhochschule will fünf Millionen Euro vom Land

Weil zusätzliche Forschung oft nur durch Querfinanzierungen aus der Lehre möglich sei, fordert FH-Rektor Gerhard Blechinger nun mehr Geld - auch vom Land Salzburg.

Das Rektorat der FH Salzburg (v.l.n.r.): Vizerektor Roald Steiner, Vizerektorin Ulrike Szigeti sowie Rektor Gerhard Blechinger. SN/fh salbzurg/eva trifft
Das Rektorat der FH Salzburg (v.l.n.r.): Vizerektor Roald Steiner, Vizerektorin Ulrike Szigeti sowie Rektor Gerhard Blechinger.

Während die Uni Salzburg mit einem Studentenschwund kämpft, würde die Fachhochschule, die rund 2770 Studis unterrichtet, gerne ausbauen: Denn pro Jahr müsse man rund 2000 der in Summe 3000 Interessenten mangels Studienplatz-Kapazität abweisen, beklagt Geschäftsführer Raimund Ribitsch. Auch die vom Bund angekündigte Erhöhung um 330 FH-Plätze sei, verteilt auf alle österreichweit 21 FHs, viel zu wenig, sagt er. Laut Rektor Gerhard Blechinger würden "nur in Salzburg bis zu 700 Informatiker fehlen." Ausbaupläne hat Blechinger einige in der Pipeline: "Wir wollen aufbauend auf den Wirtschaftsinformatik-Bachelor einen Business-Informatics-Master anbieten." Weiteres Projekt sei ein Masterstudiengang "Cost and Value Management", der für ein neues, intelligentes Kostenbewusstsein entlang der betrieblichen Wertschöpfungskette sorgen solle. Ribitsch kritisiert zudem, dass die Fördersätze, die man pro Studenten vom Bund bekomme, ab 2021 dringend um zehn Prozent, was österreichweit 45 Mill. Euro koste, erhöht werden müssten: "Denn diese Sätze sind noch auf Preisbasis des Jahres 2006." Die Alternative sei ein Qualitätsverlust, warnt er. Auch ans Land hat der Rektor konkrete Wünsche: Denn derzeit sei die von allen geforderte Forschung oft nur über Querfinanzierung aus der Lehre möglich. Als Grund-Forschungsbudget des Landes gibt es pro Jahr nur 400.000 Euro. Blechinger: "Fünf Millionen Euro wären hier ein guter erster Schritt." Räumlich erhält die FH heuer einen kleinen Zuwachs: Am Campus Kuchl wird ein zwei Mill. Euro teurer Forschungs- und Simulationsgebäude für den Studiengang Smart Buildings errichtet. Für weitere Expansionen ist laut Blechinger der Wissenspark neben der FH-Zentrale in Puch ein Thema.

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