Wirtschaft

Flughafen Salzburg: Gutes Ergebnis trotz fünf Wochen Sperre

Durch die Pistensanierung entgingen dem Airport vier Millionen Euro. Warum die Chefin dennoch positiv und was heuer geplant ist.

Die Pistensanierung im Frühjahr, in der der Flughafen fünf Wochen lang gesperrt, wirkte sich deutlich auf das Geschäftsjahr 2019 aus. SN/www.neumayr.cc
Die Pistensanierung im Frühjahr, in der der Flughafen fünf Wochen lang gesperrt, wirkte sich deutlich auf das Geschäftsjahr 2019 aus.

Fünf Wochen lang waren die Pisten des Flughafen Salzburgs voriges Jahr wegen Sanierung gesperrt. Dadurch konnten 135.000 Passagiere weniger abgefertigt werden - dem Airport entgingen vier Millionen Euro. Dennoch sei 2019 ein gutes Jahr gewesen, sagt Geschäftsführerin Bettina Ganghofer. "Wir konnten den Umsatz steigern und Kosten einsparen. Die Piste war zwar schmerzhaft - aber nicht so wie befürchtet."

Für das Geschäftsjahr 2018 hat der Flughafen eine Dividende von 2,4 Millionen Euro an die Eigentümer Stadt und Land ausgeschüttet. Ganghofer sieht keinen Anlass, warum es für 2019 nicht ähnlich verlaufen sollte. "Ob sie sich das Geld abholen, weiß ich aber nicht."

Landeshauptmann-Stellvertreter und Aufsichtsratvorsitzender Christian Stöckl spricht von einer guten Wintersaison. "Der Flughafen ist ein Leitbetrieb in der Region, mit einem Einzugsgebiet von 100 Kilometern." Im Regierungsprogramm sei enthalten, dass der Flughafen als solcher erhalten bleiben sollte - aber nicht erweitert. Ganghofer hält zwei Millionen Passagiere pro Jahr für realistisch, ohne Pistensanierung habe sich die Zahl bisher bei 1,9 Millionen eingependelt.

Für 2020 sind kleinere Investitionen geplant, etwa neue Fahrzeuge oder eine neue Heizung für das Luftfrachtgebäude. 40 Prozent des Fuhrparks seien bereits elektrisch, in ein bis zwei Jahren sollen es die Hälfte sein. "Wir sind aber noch etwas zögerlich und schauen uns um, ob Wasserstoff beispielsweise eine Alternative sein kann."

Der Rollweg wird erst 2021 erneuert. Warten muss auch die Pistenentwässerung, mit der mögliche Kontamination verhindert werden soll. "Wir prüfen, ob wir eine technische oder biologische Lösung anstreben soll."

Unklar ist zudem, was mit dem Terminal 1 passiert: "An manchen Tagen platzt es aus den Nähten", sagt Ganghofer. Die Maschinen, um Passagiere und Gepäck zu überprüfen, würden immer größer. "Für diese kritischen Prozesse brauchen wir mehr Platz." In den kommenden zwei Jahren soll ein Plan entstehen, wie das Terminal anders aufgebaut werden kann. "Wir haben aber ohnehin schon nicht sehr viel Gastro und Shopping."

Für all jene, die den Sommerurlaub ab Salzburg planen: Direktflüge gibt es nach Ägypten, Bulgarien, Griechenland, Italien, Spanien, Türkei, Korsika, Serbien und Israel.

Aufgerufen am 22.01.2020 um 08:23 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/flughafen-salzburg-gutes-ergebnis-trotz-fuenf-wochen-sperre-81979873

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