Wirtschaft

Frei von Sünde nach dem Ehrentag

Die Kuchler Gesellen feiern ihren Abschluss. Tradition steht dabei ganz oben.

Katrin Aschauer beim Schusterlehrtag in Kuchl: „Die Ehrung des Handwerks ist eine schöne Tradition.“ SN/wks/sellhuber
Katrin Aschauer beim Schusterlehrtag in Kuchl: „Die Ehrung des Handwerks ist eine schöne Tradition.“

Jetzt ist sie freigesprochen. Frei von den Sünden ihrer Lehrzeit. Ob es diese gab, verrät Katrin Aschauer nicht. Sie war eine der sechs Lehrlinge, die beim traditionellen Schusterjahrtag am ersten Montag nach Mariä Geburt in Kuchl geehrt wurden. "Das Schöne an diesem Tag ist, dass alle zusammenkommen. Ich mag diese Tradition", sagt die 18-jährige Absolventin.

Der Ehrentag begann am Montag mit dem Marsch der Musikkapelle zur Kirche. Nach dem Gottesdienst und den Treuegelöbnissen erhielten die sechs Absolventen ihren Gesellenbrief. Der Festsaal war voll besetzt, als es am Montag sechs Mal "Hoch lebe das ehrsame Kuchler Gewerbe" hieß. Die Kuchler Gewerbezunft hält damit seit 1522 eine österreichweit einzigartige Tradition aufrecht. Ursprünglich war der Schusterjahrtag den Schustern vorbehalten. Heute werden alle Lehrabsolventen der Kuchler Betriebe beim Jahrtag von ihren Sünden während der Lehrzeit freigesprochen.

Katrin Aschauer hat die Lehre zur Friseurin im Kuchler Salon Papagena mit Erfolg bestanden. Gestern hatte die Junggesellin ihren ersten Arbeitstag in der neuen Stelle in Anif.

Ebenfalls vom Salon Papagena erhielt Lisa Hofstadler ihren Gesellenbrief. Zudem Maurer Florian Höllbacher, Zimmerer Thomas Lienbacher, Dachdecker und Spengler Simon Ramsauer und Elektrotechniker Sebastian Steinberger.

Quelle: SN

Aufgerufen am 17.11.2018 um 10:25 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/frei-von-suende-nach-dem-ehrentag-39962170

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