Wirtschaft

Gaißau: Region will die Lifte zurückholen

In Krispl wird nun ein Vorstoß unternommen, damit die Lifte wieder in Salzburger Hand kommen. Heute, Mittwoch, gibt es Besuch aus China.

Die Lifte in Gaißau-Hintersee sind im letzten Winter noch gefahren. Für heuer stehen die Chancen aber schlecht.  SN/robert ratzer
Die Lifte in Gaißau-Hintersee sind im letzten Winter noch gefahren. Für heuer stehen die Chancen aber schlecht.

Durch ein Sanierungsverfahren im April wurde die Liftgesellschaft in Gaißau-Hintersee entschuldet. 75-Prozent-Eigentümer Zhonghui Wang aus China ließ bis auf einen Besuch im Juli aber seither nichts mehr von sich hören. Um einen Saisonstart vor Weihnachten zu ermöglichen, müssten die Lift-Revisionsarbeiten jetzt durchgeführt werden. Weil das nicht passiert, wird die Ungeduld in der Region täglich größer. Seit Monaten wird in Krispl-Gaißau und Hintersee an einer regionalen Betreibergesellschaft gebastelt. Wang hat sich dazu bislang nicht geäußert.

Am Montag nahm der Krispler Bgm. Andreas Ploner (ÖVP) das Heft in die Hand: Er sandte eine SMS an die Grundbesitzer und forderte sie auf, ihm ihre offenen Pachtforderungen zu melden. Denn wenn man diese fälligstelle, könne man, auch auf Anraten von Ex-Masseverwalter Wolfgang Hochsteger, den Konkurs und damit einen Eigentümerwechsel erzwingen, heißt es im SMS sinngemäß. Anwalt Hochsteger gibt dem Plan gute Chancen: "Und offene Pachtforderungen sind sicher da." Dem Vernehmen nach sollen es bis zu 150.000 Euro sein, die seit 31. Mai nicht bezahlt wurden. Hochsteger warnt aber: "Größte Gefahr ist, dass die Lift-Mitarbeiter weg sind. Dann ist es gelaufen."

Der Hinterseer Hotelier Albert Ebner, der zehn Prozent an der Liftfirma hält, ist vom Plan nicht überzeugt: "Wie soll man ein Unternehmen in den Konkurs schicken, gegen dass es im Moment keine groben Forderungen gibt? Aber es kann auch ganz anders sein: Denn die Post der Firma wird derzeit nicht geöffnet, weil der Geschäftsführer in China ist."

Sportmanager Gernot Leitner, der acht Prozent an der Liftfirma hält, ist skeptisch: Beste Lösung sei eine von der Zahl der Skitage abhängige Pachthöhe, die die Grundbesitzer aber verweigert hätten. "Aber (heute, Anm.) Mittwoch treffe ich James Tay, den chinesischen Geschäftsführer, in Salzburg. Da wird an Lösungen gearbeitet." Ebner erfährt via SN vom Termin mit Tay: "Das habe ich nicht gewusst. Ich hoffe, dass ich ihn treffe." Er sitze in der Zwickmühle: "Ich bekomme täglich zehn Anruf und 15 Emails. Ich kann ihnen nur sagen, dass ich selber nichts weiß."

Aus dem Büro von LH Wilfried Haslauer (ÖVP) heißt es, dass man großes Interesse habe, dass die Lifte im Winter wieder fahren. Da sich nichts rühre, sei Selbsthilfe gefragt: "Ein Konkurs ist eine Möglichkeit. Das Land hat aber weite 1,5 Millionen Euro für das Skigebiet zurückgestellt." Gezahlt werde aber nicht für eine Abgangsdeckung sondern nur, wenn investiert werde.

Quelle: SN

Aufgerufen am 25.09.2018 um 09:16 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/gaissau-region-will-die-lifte-zurueckholen-17125474

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