Wirtschaft

Gasteiner Tunnel für neue Hotels

Neues Verkehrskonzept sieht eine Fußgänger-Verbindung im Zentrum vor.

Bad Gastein plant einen Fußgänger-Tunnel. SN/jochum consulting
Bad Gastein plant einen Fußgänger-Tunnel.

Der Kurort wälzt große Pläne. Das Kernstück des neuen Verkehrskonzepts ist eine Verbindung zwischen dem alten Zentrum um den Wasserfall und dem neuen um Bahnhof, Felsentherme und Stubnerkogelbahn.

Das vom Vorarlberger Büro Jochum Consulting erstellte, mit Spannung erwartete Konzept wurde am Montagabend in einer Gemeindevertretungssitzung der Bevölkerung vorgestellt.

Die Experten schlagen einen Fußgängertunnel mit einer Kombination aus Aufzügen und Fahrsteigen (Förderbändern) vor: vom hinteren Bereich des Hotels Elisabethpark mit einem mittleren Zu- und Ausstieg beim Hotel Wildbad bis zur Bergbahn und zum Busparkplatz vor. Weitere Eckpunkte sind ein neues Parkdeck mit 500 Stellplätzen beim Stubnerkogel, eine Verkehrsberuhigung (Begegnungszone) in der Kernzone samt Marktplatz beim Kongresshaus und attraktivere Busverbindungen sowie neue Haltestellen.

Das bestehende Apcoa-Parkhaus mit 380 Stellplätzen soll nur für die geplanten neuen zirka 480 Hotelzimmer im Zentrum verwendet und ausschließlich von der oberen Zufahrt her erschlossen werden. Die neuen Verkehrslösungen sind Voraussetzung für die Revitalisierung der historischen Gebäude am Straubingerplatz, die das Land der Münchner Hirmer/Travel-Charme-Gruppe weiterverkauft hat. Bürgermeister Gerhard Steinbauer (ÖVP) hat das Konzept am Montag auch LH Wilfried Haslauer präsentiert.

Ideen für die Überwindung der Höhenstufe zwischen "Unter-" und "Oberstadt" gab es schon viele, zum Beispiel für Rolltreppen.

Aber dieses Mal soll es etwas wirklich Seriöses sein. Der Ortschef betont: "Das ist kein Papierl. Die Machbarkeit ist von renommierten Tunnelbauern geprüft. Das kommt, das wird 100-prozentig umgesetzt." Die Gesamtkosten würden auf 23 bis 25 Millionen Euro geschätzt, "plus/minus 20 Prozent", inklusive neues Parkhaus und Erwerb des alten. Als erster Schritt werde der Bau des Parkdecks mit etwa fünf Ebenen (vor allem für die Ski-Tagesgäste) für 2021 angepeilt.

Eine Gemeinde mit 3971 Einwohnern könne die Investitionen natürlich nicht allein stemmen. "Das geht nur gemeinsam." Mit Tourismusverband und Bergbahnen. Auch das Land habe finanzielle Unterstützung zugesagt.

Aufgerufen am 17.08.2019 um 04:10 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/gasteiner-tunnel-fuer-neue-hotels-64139995

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