Wirtschaft

Gehaltsverhandlungen stocken: Banken-Mitarbeiter protestieren in Form einer Menschenkette in Salzburg

Auch die vierte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die Bank-Beschäftigten blieb ohne Ergebnis. Für die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) ist es Zeit zu handeln - mit einer Menschenkette als Zeichen des Protests. Die Kette wird am Donnerstag von der BAWAG-PSK über die Salzburger Sparkasse und Bank Austria bis zur Schranne reichen.

Warnstreiks drohen.  SN/robert ratzer
Warnstreiks drohen.

Der Geschäftsführer der GPA-djp Salzburg, Gerald Forcher, sagt: "Wieder einmal sind Kollektivvertragsverhandlungen ins Stocken geraten. Nach vier Verhandlungsrunden gibt es immer noch kein faires Angebot der Arbeitgeber, Löhne und Gehälter zu erhöhen." Nachsatz: "Trotz Rekordgewinn im Kreditsektor - wir sprechen von 5,7 Milliarden Euro Gewinn, will man die Beschäftigten mit 2,3% + Euro 10,50 für 2019 abspeisen." Das Letztangebot der Arbeitgeber würde bei einem durchschnittlichen Bruttogehalt in der Branche eine Erhöhung von 2,66% bedeuten. Auch die gewerkschaftlichen Dienstrechtsforderungen zum Arbeitszeitpaket seien bislang kategorisch abgelehnt worden, sagt Forcher.

Nach Information der Gewerkschaft geht es um einen "fairen Gehaltsabschluss" für 73.000 Bankangestellte in Österreich, an die 7000 Beschäftigte arbeiten davon in Salzburg. Die nächste Verhandlungsrunde, Nummer 5, findet am 23. April statt.

Startschuss für die Bildung der Menschenkette ist am Donnerstag um 8 Uhr bei der BAWAG-PSK (Max-Ott-Platz), die Abschlusskundgebung ist beim Kongresshaus Salzburg für ca. 9.00 Uhr geplant.

Gewerkschaftschef Forcher droht mit Warnstreiks in Salzburg, sollte die nächste Verhandlungsrunde scheitern. Elf Bankunternehmen wären betroffen.

Quelle: SN

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