Wirtschaft

Ein Chinese führt die Geschäfte im Skigebiet Gaißau-Hintersee

Gernot Leitner ist nicht mehr Geschäftsführer der Bergbahnen Gaißau-Hintersee. Der chinesische Hauptgesellschafter hat stattdessen einen Chinesen eingesetzt.

Ein Chinese führt die Geschäfte im Skigebiet Gaißau-Hintersee SN/robert ratzer
Gernot Leitner, Albert Ebner (hinten, v. l.), Thomas Lenzhofer und Martin Wallmann (vorne, v. l.).

Ein milder Winter und kein Weihnachtsgeschäft - die Zukunft des kleinen Skigebiets Gaißau-Hintersee stand zuletzt auf wackeligen Beinen. Angekündigte Investitionen wie eine neue Gondelbahn auf die Anzenberghöhe sowie eine teilweise künstliche Beschneiung des Skigebiets wurden verschoben. Das gilt auch für eine geplante Kapitalerhöhung von einer auf fünf Millionen Euro für die Gaißauer Bergbahn GmbH.

Ende Mai kündigte Gernot Leitner an, dass bis spätestens Mitte Juni die Weichen für die Zukunft des Skigebiets gestellt würden - "sowohl in inhaltlicher Hinsicht als auch in Bezug auf das Management".

Nun wurden erste Details bekannt: Leitner, der unter anderem für die Salzburger Olympiabewerbung 2014 zuständig war, ist nicht mehr Geschäftsführer der Gaißauer Bergbahn GmbH. Stattdessen scheint ein 42-jähriger Chinese namens Yang Zheng im Firmenbuch auf.

Unverändert sind hingegen die Eigentumsverhältnisse. Die J&Y Holding Group Ltd. in Peking hält 75 Prozent, der Hinterseer Hotelier Albert Ebner zehn Prozent, Gernot Leitners Masterconcept GmbH hält acht Prozent und die SPDM GmbH von Wolfgang Mayerhofer sieben Prozent.

Gernot Leitner war am Donnerstag für die SN nicht erreichbar. Albert Ebner nahm zu der Veränderung Stellung: "Unser Hauptinvestor ist Chinese und er hat einen Chinesen als Geschäftsführer eingesetzt. Das war der Wunsch von uns allen und das ist auch für alle die beste Situation", sagt Ebner. Nähere Einblicke gewährt Martin Wallmann, der Betriebsleiter der Gaißauer Bergbahnen.

"Unser Geschäftsführer hat auch einen englischen Namen: James Tay. Die Vorstellung ist jetzt vielleicht auf den ersten Blick komisch, dass ein Chinese mit Tennengauer Bauern verhandelt. Aber es gibt ja auch noch Gernot Leitner, Albert Ebner und mich. Es hat außerdem schon Gespräche gegeben und die sind gut gelaufen. Er ist ein sehr umgänglicher Mensch", sagt Wallmann.

Ein Chinese als Geschäftsführer sei bei einem chinesischen Hauptgesellschafter vielleicht sogar besser, weil die Kommunikation leichter laufe.

Im Skigebiet laufen die Vorbereitungen für den kommenden Winter jedenfalls auf Hochtouren. Wallmann: "Jetzt brauchen wir nur einen g'scheiten Winter."

Aufgerufen am 25.09.2018 um 02:57 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/geschaeftsfuehrerwechsel-in-gaissau-hintersee-1146688

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