Wirtschaft

Gestaltungsbeirat gibt grünes Licht für neue Hofer-Zentrale

Abriss und Neubau der Lanserhofsiedlung; die geplanten Wohnbauprojekte Kreuzbrückl (Stiegl) und Dossenweg (Heimat Österreich) sowie der Bau der neuen Hofer-Zentrale und der Umbau der Volksbank-Zentrale unweit des Bahnhofs waren die Hauptthemen beim Gestaltungsbeirat, der Montag und Dienstag getagt hat.

Auf der Lanserhofwiese an der Moosstraße werden in den kommenden Jahren die bestehenden Wohnungen der SALK-Mitarbeiter/innen abgerissen und 320 Wohnungen neu gebaut. Zudem saniert bzw. errichtet die GSWB etwa 180 geförderte Mietwohnungen. Das Projekt soll in vier Bauetappen bis 2028 umgesetzt werden. Im Gestaltungsbeirat, der Anfang der Woche getagt hat, wurde nun erstmals das gesamte Projekt vorgestellt, das in Kooperation von zwei Wettbewerbssiegern (atelier querlaengs archcollectiv F4+ und Schwarzenbacher/Struber Architekten) umgesetzt und von einem Landschaftskonzept (YEWO Landscapes GmbH) für die gesamte Anlage ergänzt wird.

Neben der ersten Ausarbeitung der Freiraumplanung wurden die Entwürfe für jenes Wohngebäude präsentiert, das in der ersten Bauphase entstehen wird. Beirats-Vorsitzender Ernst Beneder: "Sowohl der Gestaltungsbeirat als auch die GSWB als Bauträger und die SALK-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter als zukünftige Nutzer sind mit den aktuellen Entwürfen sehr zufrieden." Holz, Gewebestrukturen im Innen- und Außenbereich, umlaufend auskragende Balkone und durchdachte halböffentliche Bereiche bestimmen die "feinsinnige Detaillierung" des Konzepts, betont Beneder: "Es zeigt sich, dass die ausführliche Vorbereitung und Kommunikation erfolgreich waren, für die Durchführung des Wettbewerbs und die weitere Abwicklung bis zum ersten Schritt der Umsetzung."

Stiegl hat Pläne für die Wohnanlage Kreuzbrückl überarbeiten lassen

Zur Wohnanlage Kreuzbrückl an der Bräuhausstraße präsentierte die Stiegl Immobilien GmbH ein neuerlich überarbeitetes Konzept. Hintergrund für die Abspeckung war das hausinterne Kostenlimit von "etwas über zehn Millionen Euro", wie Stiegl-Immobilien-Geschäftsführer Franz Josef Bachmayer kürzlich gegenüber den SN betont hat. Der Beirat zeigt sich von den Plänen angetan - fordert in seiner Stellungnahme aber Nachbesserungen: "Gestrafft und vereinfacht - das tut den städtebaulichen Qualitäten gut und auch der Landschaftsraum hat dadurch gewonnen. Im Einzelnen muss die Freiraumplanung jedoch noch verfeinert werden." Fest steht aber: In zwei Baukörpern sollen rund 60 Mietwohnungen entstehen, die Hälfte davon ist für Stiegl-Mitarbeiter vorgesehen. Die Pläne für das nun überarbeitete Projekt stammen wieder vom Salzburger Projekt Innerhofer oder Innerhofer.

Dossenweg: Situierung der Baukörper ist fix; Wettbewerb folgt

Der Flächenwidmungsplan zum Wohnbauprojekt am Dossenweg in Gneis, das die Heimat Österreich errichten wird, wird aktuell in den Gremien der Stadt diskutiert. So ist das Projekt etwa auf der nächsten Tagesordnung des Stadtsenats am 3. Februar. In Sachen Planung geht es um die Vorbereitung für den nächsten großen Schritt: In der Sitzung des Gestaltungsbeirats hat man sich darauf geeinigt, wie die städtebauliche Situierung der Gebäude aussehen soll. Denn das Projekt umfasst auch einen Kindergarten sowie große Grünräume. Weiters wurde fixiert, einen geladenen Wettbewerb mit zwölf Teilnehmern durchzuführen; erste Namen möglicher Einzuladender und möglicher Jury-Mitglieder wurden genannt. Fixstarter sind etwa jene Büros, die bereits den moderierten Prozess mit den Anrainern im Vorjahr begleitet haben - namentlich Frötscher Lichtenwagner Architekten; Carla Lo Landschaftsarchitekten; Strobl Architekten; El:ch Landschaftsarchitekten
- auch, um die Kontinuität aus dem moderierten Verfahren zu wahren.


Generalplaner-Verfahren für Neubau der Onkologie

Für den Neubau der Onkologie auf dem Campus des Landeskrankenhauses (OnkoZ) hat man sich auf ein Generalplaner-Findungsverfahren verständigt. Problematisch bzw. herausfordernd ist der gewachsene Kontext - sprich: die alte Pavillion-Struktur - auf dem SALK-Areal. Ernst Beneder: "Das Ordnungsprinzip ist nur schwierig wahrzunehmen. Unter Beachtung von städtebaulichen Qualitäten, die im übergeordneten Interesse liegen, müssen wir einen Weg zur bestmöglichen Lösung für die Klinik und ihren Betrieb finden." Termin für das Ende der Findungsphase wurde noch keiner genannt.

Grünes Licht für die Hofer-Zentrale in Maxglan

Reif für die Einreichplanung ist der Neubau der Hofer-Zentrale in der Mosergasse in Maxglan. Die Pläne dazu stammen vom Büro Matzer Architekten. Der Gestaltungsbeirat hat das fertig ausgearbeitete Projekt gut geheißen, "womit ein längerer, fruchtbarer Weg der gemeinsamen Projektentwicklung einen zunächst erfreulichen Abschluss gefunden hat", sagt der Beiratsvorsitzende. Beneder mahnt aber ein, dass Qualität aber auch in der Umsetzung erforderlich sei, etwa was den Freiraum und die Materialien betreffe.

Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule bekommt ein Gründach

Für den Neubau der Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule im Nonntal wurden letzte Details besprochen: Die Lage des Gebäudes auf dem Bauplatz wurde noch geringfügig verändert, außerdem ist nun die Ausführung eines Gründachs vorgesehen. "Ein gelungenes Projekt, das jetzt in die Finalisierung geht," heißt es aus dem Beirat.

Volksbank Saint-Julien-Straße wird erweitert

2007 wurde der markante Neubau der Volksbank unweit des Bahnhofs eröffnet - der bankintern als Bauteil D bekannt ist. Noch heuer soll das Gebäude im selben architektonischen Stil entlang der St.-Julien-Straße erweitert werden. Bewilligt wurde der Neubau von Bauteil C in der Saint-Julien-Straße 12 bereits vor zehn Jahren. Bisher wurde dieser Projektteil allerdings nicht umgesetzt. Nun legte die Bank eine reduzierte, neue Planung für den Bauteil vor, der als Fortsetzung des bestehenden, skultptural anmutenden Gebäudes zu sehen ist. Der Entwurf dazu stammt vom Büro fally plus partner architekten. Der jetzt an dieser Stelle stehenden Altbau, der bereits seit 1996 im Eigentum der Bank steht und von ihr auch für interne Abteilungen genutzt wird, soll abgerissen werden. Laut Otto Zeller, der in der Volksbank für das Projekt zuständig ist, sollen vier Millionen Euro netto für die fünf Geschoße (1200 m2 Nutzfläche) investiert werden: "Wir rechnen mit einer Fertigstellung im ersten Halbjahr 2021." Hintergrund für die Umplanungen ist laut Zeller, "dass die bisherige Planung für unsere Bedürfnisse zu groß war."

Bank-Neubau soll durch Arkade auch mehr Platz für Fußgänger bringen

Zeller, der auch Mitglied der Geschäftsleitung der Volksbank ist, betont, dass der Neubau auch einen Vorteil für die Allgemeinheit habe: "Durch den Anbau wird die bestehende Arkade verlängert und damit auch die dortige Engstelle für die Fußgänger beseitigt." Zudem soll auch die Saint-Julien-Straße verbreitert werden: "Die entsprechende Grundabtretung an das Land ist bereits erfolgt." Erster Schritt der Umsetzung sei der Abbruch des Altbaus noch heuer - im zweiten Halbjahr, wie Zeller betont: "Der Neubau soll dann noch vor Weihnachten starten." Für die Mitarbeiter aus der St.-Julien-Straße 12 soll es während der eineinhalbjährigen Bauzeit Ersatzquartiere in den danebenliegenden Bauteilen geben: "Teilweise werden wir aber auch zusammenrücken müssen", sagt Zeller.

Noch keine Entscheidung beim Vorbereich der Christian-Doppler-Klinik

Städtebaulich herausfordernd und nur in der Gesamtbetrachtung zu lösen: Das ist die Ausgangsbasis für geplante Neu- und Umbauten im Randbereich der Christian-Doppler-Klinik. Wie berichtet, soll dort ein Suchthilfezentrum gebaut werden und das Hypo-Gebäude zu einem Wohnhaus u.a. für Schwesternschüler gewandelt werden - wie berichtet in Form eines Hochhauses. Vor allem mit Perspektive auf die Zukunft sei es aber eine Herausforderung, eine Lösung für die dortige Parkgarage zu finden, heißt es vom Beirat. Aus derzeitiger Sicht sei auch ein längerfristiges Provisorium möglich, war zu erfahren. Ernst Beneder: "Gemeinsam mit den drei Projektbetreibern haben wir einen städtebaulichen Ansatz gesucht und gefunden." Nun müssten aber noch weitere Punkte gelöst werden - wie die mögliche Bebauungsdichten, die Gebäudehöhen sowie die Möglichkeiten der Verkehrserschließung.

Quelle: SN

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