Wirtschaft

Gewerkschaft verliert vor Gericht gegen MACO

Im Streit um Prämienmodell beim Beschlägehersteller MACO hat der Oberste Gerichtshof die Klage der Gewerkschaft abgewiesen. Diese will aber noch nicht aufgeben.

Gewerkschaft verliert vor Gericht gegen MACO SN/apa
Der Salzburger Beschlägehersteller MACO hat ein Arbeitsrechtsverfahren gegen die Gewerkschaft gewonnen.

Weil der Beschlägehersteller MACO das bisherige Prämiensystem umgestellt hat, klagte die Produktionsgewerkschaft PRO-GE im Jänner beim Obersten Gerichtshof in Wien. Dieser habe nun die Klage gegen MACO sei in allen drei Punkten abgewiesen, wie die Geschäftsführung des Unternehmens in einer Aussendung betonte.

Das neue, leistungsorientierte Prämienmodell, das drei Stufen je nach Ausbildung, Qualifikation und Leistung vorsieht, sei nötig gewesen, um langjährige Arbeiter in einfachen Tätigkeiten weiterhin ohne Saisonschwankungen beschäftigen zu können, betonte die Firmenleitung. Guido Felix, Vorsitzender der MACO-Geschäftsführung, sagt: "Wir müssen in der Produktion, die immer mehr nach hochqualifiziertem Personal verlangt, mobil bleiben, um auf Marktanforderungen reagieren zu können."

Immerhin hätten weit über 100 Betroffene der neuen Regelung, die für Arbeiter/innen am Standort Salzburg gilt, zugestimmt. Nur 22 er hätten nicht unterschrieben - und müssten nun auf alle Prämien verzichten. Im übrigen würden ungelernte und angelernte Arbeitskräfte bei MACO im Schnitt rund 22 Prozent Überzahlung auf den Metaller-Kollektivvertrag bekommen.

Das lässt PRO-GE-Sekretär Daniel Mühlberger nicht unwidersprochen: "Die Arbeiter machen dort Dreischicht-Betrieb. Das ist hart verdientes Geld. Die sind sicher nicht überbezahlt." Viele Betroffene seien 20 oder gar 30 Jahre in der Firma. Und bei dem Streit gehe es nur um 140 Arbeiter/innen von gesamt rund 2000 Mitarbeitern im Konzern, sagt Mühlberger: "Damit verlieren die 22 Mitarbeiter im Monat 740 Euro brutto an Prämie, das sind rund 400 Euro netto."

Der Gewerkschafter, der erst die Zustellung des Urteils abwarten will, gibt aber noch nicht auf: "Unser Ziel ist weiter, ein gerechtes Prämienmodell zu finden, dass alle Mitarbeiter umfasst. Dazu braucht es eine Betriebsvereinbarung. Gleiche Arbeit soll nicht unterschiedlich entlohnt werden. Denn auch das neue Prämienmodell ist befristet und endet mit 31. Dezember 2016."

Quelle: SN

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