Wirtschaft

Grüne kritisieren Widmung für Radstädter Technologiefirma hart

FPÖ und SPÖ hatten die Erweiterungspläne für das Unternehmen has.to.be abgesegnet. LAbg. Josef Scheinast (Grüne) spricht davon, dass die Entscheidung "verantwortungslos und fahrlässig" ist. Er geht davon aus, dass das Land als Aufsichtsbehörde den Beschluss zurückweisen wird.

Josef Scheinast, Wirtschafts- und Raumordnungssprecher der Grünen im Landtag, kritisiert, dass mit der Entscheidung „die Zerstörung gewachsener Strukturen billigend in Kauf genommen wird“.  SN/stefanie schenker
Josef Scheinast, Wirtschafts- und Raumordnungssprecher der Grünen im Landtag, kritisiert, dass mit der Entscheidung „die Zerstörung gewachsener Strukturen billigend in Kauf genommen wird“.

FPÖ und SPÖ haben in der Gemeindevertretung am Mittwochabend die Umwidmung für die Erweiterung der Technologiefirma has.to.be in Radstadt abgesegnet - gegen die Stimmen der ÖVP. LAbg. Josef Scheinast (Grüne) spricht davon, dass der Beschluss "verantwortungslos und fahrlässig" sei. "Da wird ein neuer Ortskern willkürlich ausgewiesen, womit praktisch jede Form der Nutzung bis hin zu Einkaufszentren möglich ist. Rot und Blau nehmen billigend die Zerstörung gewachsener Strukturen in Kauf."

"Firmen müssen sich ohne raumordnerische Sündenfälle entwickeln können"

Von der Aufsichtsbehörde erwartet er sich, dass diese Ortskernausweisung für den Stadlergrund zurückgewiesen wird. Denn: "Wenn es Salzburg in der Raumordnung nicht endlich schafft, dass sich Firmen auch ohne raumordnerische Sündenfälle entwickeln können, können wir Themen wie Ortskernbelebung oder sparsamen Flächenverbrauch komplett abschreiben."

Die Widmung hat die Baufirma Steiner & Wanner beantragt

Zur Vorgeschichte: Das erfolgreiche Technologie-Unternehmen "has.to.be" in Radstadt möchte erweitern. Eine entsprechende Fläche stellt Steiner & Wanner Wohnbau auf dem sogenannten Stadlergrund zur Verfügung. Für dieses Areal hat "Steiner & Wanner" die Ortskernabgrenzung beantragt.

"Dann kann der historisch gewachsene Teil Radstadts zusperren"

Josef Scheinast: Dass sich ein innovatives und erfolgreiches Unternehmen wie has.to.be vergrößern möchte, sei "absolut zu begrüßen und hat unsere Unterstützung". Allerdings brauche es dafür keinen neuen Ortskern mit all den damit verbundenen Problemen. "Radstadt hat seine Raumordnung bisher geradezu beispielhaft gestaltet. Das Verkehrsberuhigungskonzept mit seinen Begegnungszonen ist vorbildlich. Radstadt ist es gelungen, sich behutsam und ökologisch aus dem historischen Kern heraus zu entwickeln." Nachsatz: "Wenn diese Ortskernabgrenzung von der Aufsichtsbehörde nicht gekippt wird, kann der historisch gewachsene Teil Radstadts zusperren."

Quelle: SN

Aufgerufen am 22.02.2020 um 05:23 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/gruene-kritisieren-widmung-fuer-radstaedter-technologiefirma-hart-82105702

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