Wirtschaft

High-Speed-Internet und nachhaltige Bauweise wird im Wohnbau immer wichtiger

Private Gardening auf dem Balkon, Nähe zu ärztlicher Versorgung oder die Kontaktaufnahme zu Handwerker bequem von der Handy-App aus: So will die Salzburg Wohnbau den steigenden Ansprüchen von Bewohnern gerecht werden.

Die beiden Salzburg Wohnbau-geschäftsführer Christian Struber und Roland Wernik. SN/salzburg wohnbau/franz neumayr
Die beiden Salzburg Wohnbau-geschäftsführer Christian Struber und Roland Wernik.

Schulen, Geschäfte oder medizinische Versorgung in der näheren Umgebung sind seit Jahren Grundlagen für Wohnungssuchende, sich für oder gegen eine Wohnung zu entscheiden. Besonders stark zugenommen - vor allem bei Männern - hat zuletzt der Wunsch nach High-Speed-Internet. Insgesamt zeigen sich Frauen anspruchsvoller, berichtet Salzburg Wohnbau-Geschäftsführer Christian Struber. Nachhaltige Bauweise, ein eigener Garten, ein Nutzgarten für Gemüse, ein eigener Balkon oder eine Terrasse seien vor allem ihnen wichtig.

Innovativere Ausstattungsmerkmale wie eine Ladestation für E-Fahrzeuge, Dach- oder Fassadenbegrünung, Car-Sharing, ein Concierge-Service oder ein Wellnessbereich erwartet sich hingegen nur eine Minderheit. Dennoch beschreitet die Salzburg Wohnbau auch diesen Weg. In Freilassing wurde im Vorjahr das erste Projekt des Tochterunternehmens Wohnbau Bayern gestartet: In zentraler Lage entstehen 17 Eigentumswohnungen. Große Pflanzentröge auf den Balkonen sollen auch in den oberen Stockwerken das im Trend liegende "Private Gardening" ermöglichen. Die ökologische Ziegelbauweise und das begrünte Pultdach sorgen für ressourcenschonende Wärmespeicherung.

Und: Die Digitalisierung macht auch vor der Hausverwaltung nicht Halt. Rund 30 Prozent der Bewohner der 32.000 Salzburg-Wohnbau-Wohneinheiten nutzen den virtuellen Objektmanager "Alfred". Über die App lassen sich alle Fragen rund um die Immobilie managen. Von Versicherungsfällen, über Bankverbindungen bis hin zum einfachen Zugriff auf wichtige Telefonnummern etwa der Hausbetreuung oder eines Handwerkers. "Bis zum Frühjahr soll ein digitales Blackboard zur Verfügung stehen. Damit können wichtige Nachrichten rund um die Wohnanlage an die Bewohner übermittelt werden. Da geht es um Sperrmüllabholungen, Mieter- und Eigentümerversammlungen oder kurzfristige Störfälle wie Stromabschaltungen", berichtet Struber. "Die Akzeptanz für Alfred ist sehr hoch. Deshalb sind wir bestrebt, das virtuelle Angebotsportfolio kontinuierlich auszubauen und uns für die Zukunft zu rüsten", ergänzt Geschäftsführer Roland Wernik.

Quelle: SN

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