Wirtschaft

Hoch auf dem Salzburger Arbeitsmarkt hält auch im Juli an

Die Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Juli des Vorjahres um zehn Prozent gesunken.

Nur mehr 10.014 Salzburger waren Ende Juli als arbeitslos gemeldet. SN/neumayr/mmv
Nur mehr 10.014 Salzburger waren Ende Juli als arbeitslos gemeldet.

Mit einem Minus von zehn Prozent (Österreich: minus 3,8 Prozent) erzielte Salzburg im Juli den stärksten Abbau der Arbeitslosigkeit aller Bundesländer. 10.014 Menschen (minus 1116) waren in Salzburg zum Stichtag Ende Juli als arbeitslos vorgemerkt.

Dabei haben sich auch die Teilnahmen an AMS-Schulungsaktivitäten mit minus 8,8 Prozent auf 1863 Personen deutlich verringert. Diese eingerechnet waren Ende Juli 11.877 Personen ohne Beschäftigung - um 9,8 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Auch das bedeutet bundesweiten Bestwert (Österreich: minus 4,5 Prozent).

Bei einem vorläufig (exakte Daten liegen erst zur Monatsmitte vor) geschätzten Beschäftigungszuwachs von einem Prozent auf etwa 269.000 unselbstständig Beschäftigte ergibt sich eine Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent. Das ist nach Tirol bundesweit der zweitbeste Wert (Österreich: 6,5 Prozent).

Frauen profitieren von der guten Entwicklung

Jacqueline Beyer, Landesgeschäftsführerin des Arbeitsmarktservice Salzburg: "Wir haben damit bereits im zweiten Monat hintereinander Vollbeschäftigungsniveau erreicht. Besonders erfreulich ist aber, dass seit längerem auch Frauen gleichermaßen von der guten wirtschaftlichen Entwicklung profitieren." Sowohl die Gesamtarbeitslosigkeit, als auch die Männer- und die Frauenarbeitslosigkeit waren jeweils um genau zehn Prozent rückläufig. Beim AMS ortet man die Ursache für das Aufholen der Frauen im starken Rückgang der Arbeitslosigkeit im Tourismus, den verstärkt Frauen nutzen konnten. Aber auch bei den Wirtschaftsdienstleistungen (Reisebüros, Gebäudebetreuung, persönliche Dienstleistungen) ist die Frauenarbeitslosigkeit gesunken. In absoluten Zahlen waren mehr Männer (5158) als Frauen (4856) arbeitslos.

Tourismus prägt den Arbeitsmarkt

Das Hotel- und Gastgewerbe ist mit einem Minus von 15,2 Prozent bzw. minus 257 Vorgemerkten jene Branche mit der am stärksten verringerten absoluten Zahl an Arbeitslosen. Das Bauwesen mit minus 15,4 Prozent (minus 80 Personen), die Warenherstellung mit minus 11,9 Prozent (minus 126 Personen), der Handel mit minus 7,9 Prozent (minus 151 Personen) sowie die Wirtschaftsdienstleistungen mit minus 6,9 Prozent (minus 113 Personen) zählen zu den weiteren Treibern der positiven Arbeitsmarktlage. Dazu AMS-Chefin Beyer: "Dank der ausgewogenen Wirtschaftsstruktur im Bundesland sind die Vorboten der aufkommenden Konjunkturschwäche auf dem Salzburger Arbeitsmarkt noch nicht angekommen."

Weiter kräftig abgebaut werden konnte auch die Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahre) mit minus 12,6 Prozent. Erfreulich, dass es auch wieder einen Rückgang bei den Älteren (ab 50 Jahre) mit minus 3,5 Prozent gab.

Größtes Minus bei der Arbeitslosigkeit in der Stadt Salzburg

Die gute Situation im Tourismus spiegelt sich auch in der Regionalstatistik wieder: Hier führt die Stadt Salzburg das Ranking mit einem Minus an Arbeitslosen von 13,6 Prozent an. Den stärksten Anteil hatte daran die Gastronomie. Es folgen der Pinzgau (minus 13,3 Prozent), der Lungau (minus 9,7 Prozent) und der Pongau (minus 9,5 Prozent). Auch der Flachgau (minus 5,2 Prozent) und der Tennengau (minus 2,4 Prozent) erzielten Rückgänge, liegen dabei aber deutlicher unter dem Landesschnitt.

Die Zahl der dem AMS gemeldeten sofort verfügbaren offenen Stellen ist um 4,8 Prozent auf 6992 gestiegen
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Quelle: SN

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