Wirtschaft

Industrie fordert rasche Speicherung von Erdgas

Die Salzburger Industrie ist weiterhin gegen ein Gas-Embargo und fordert präventive Maßnahmen.

Der Gasspeicher in Haidach ist fast leer.  SN/APA/MANFRED FESL
Der Gasspeicher in Haidach ist fast leer.

Die Salzburger Industriellenvereinigung tritt weiterhin gegen ein Gas-Embargo ein. 47,8 Prozent des Erdgasverbrauchs im Land Salzburg würden im produzierenden Bereich anfallen, teilte die Industriellenvereinigung in einer Aussendung mit. Erdgas ist für viele Sektoren Energieträger Nummer eins. Die fünf erdgasintensivsten Branchen sind für fast 90 Prozent des Gasverbrauchs verantwortlich. Die Interessenvertretung rechnet vor: Jede Woche ohne Gas würden etwa 50 Unternehmen treffen und 56 Millionen an direkter und indirekter Wertschätzung kosten. Eine Woche ohne Gasversorgung sei vergleichbar mit einer Woche ohne Einzelhandel. Im Falle eines Lieferstopps von russischem Erdgas droht eine Energielenkung, um die Versorgung für sensible Bereiche zu sichern. "Niemand will, dass wir in eine Situation kommen, in der Energielenkung notwendig wird", sagt IV-Präsident Peter Unterkofler. Als Gegenmaßnahme werden eine Verbrauchsreduktion, eine Nutzung der Gasspeicherkapazitäten und die Diversifizierung von Lieferquellen gefordert.

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