Wirtschaft

Industriellenvereinigung sagt "frostigen" Winter für Salzburgs Konjunktur voraus

Die Ergebnisse aus dem Konjunkturbarometer zeigen ein düsteres Bild für die kommenden Monate, warnt die Industriellenvereinigung.

Peter Unterkofler, Präsident der Salzburger Industriellenvereinigung  SN/robert ratzer
Peter Unterkofler, Präsident der Salzburger Industriellenvereinigung

Trotz aktuell noch guter Geschäftslage schwächt sich auch in Salzburg die Industriekonjunktur ab. Der kommende Winter wird frostig", fasst Dr. Peter Unterkofler, Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Salzburg, die Ergebnisse des aktuellen IV-Konjunkturbarometers aus dem 3. Quartal zusammen. Er appelliert an die künftige Bundesregierung: "Eine spürbare Entlastung muss dringend bei den Unternehmen ankommen."

Das Konjunkturbarometer der Industriellenvereinigung Salzburg ist eine Umfrage, die vom Marktforschungsinstitut GfK Austria durchgeführt wird. Es haben sich 28 Betriebe mit 12.980 Beschäftigten beteiligt.

Konjunkturbarometer: Die Ergebnisse im Detail

Zunächst bleiben die Einschätzungen der Unternehmen zur aktuellen Geschäftslage im dritten Quartal beinahe unverändert: Weiterhin stuft keines der befragten Unternehmen die derzeitige Geschäftslage als schlecht ein. 52% sprechen von einer durchschnittlichen bzw. gleichbleibenden Situation, während 49% die Geschäftslage mit "gut" bewerten. Die Aussicht auf die Geschäftslage im nächsten Halbjahr fällt allerdings drastisch ungünstiger aus: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen bewerten die Aussicht schlechter als zum derzeitigen Stand; im Vorquartal waren es nur 4%. Von einem gleichbleibenden Niveau gehen heute noch 40% der befragten Betriebe aus, während nur drei % der Unternehmen eine Verbesserung erwarten.

Die aktuelle Geschäftslage bezieht sich auch auf die derzeitigen Auftragsbestände: Fast unverändert zum Vorquartal bezeichnet im dritten Quartal 2019 nur eines der Unternehmen die Lage als "schlecht". Die aktuellen Auftragsbestände befinden sich auf dem Niveau vor einem halben Jahr: 47% sind mit dem Auftragsbestand zufrieden, das entspricht einem Rückgang von 10 Prozentpunkten zum 2. Quartal. Dementsprechend stieg der Prozentsatz an Unternehmen, die den derzeitigen Auftragsbestand mit "durchschnittlich" angeben von 43% auf 52%.

Trotz der frostigen Aussicht auf die kommenden Monate wollen 77% der Betriebe weiterhin den aktuellen Beschäftigungsstand halten: Darüber hinaus benötigen voraussichtlich 4% der Unternehmen zusätzliche Kräfte in den kommenden drei Monaten, vor einem abnehmenden Beschäftigtenstand warnen aktuell 19% der Unternehmen. Die Herausforderung für die Industrie besteht sohin weiterhin darin, die Kapazitäten und Auftragsbestände bei gleichzeitigem Preisdruck zu halten.

Der derzeitige Bestand an Auslandsaufträgen wird weiterhin überwiegend als mittelmäßig bewertet: Zwei von drei befragten Unternehmen bewerten die Auftragslage mit "durchschnittlich", während nunmehr jeder dritte Betrieb die Situation als "gut" bezeichnet. Fast ähnlich zum vierten Quartal 2018 bewerten 5% der befragte Unternehmen die Auslandsauftragssituation mit "schlecht".

Die Ertragssituation bewerten im dritten Quartal mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen mit durchschnittlich. Eine gute Lage sieht im Gegensatz zum Vorquartal (21%) nunmehr jedes Dritte. Allerdings ist auch der Anteil der Betriebe gestiegen, die die Lage als schlecht bewerten, dies ist der schlechteste Wert im Jahresvergleich. Die positive Erwartungshaltung zu den Erträgen sinkt allerdings auch in diesem Quartal weiter: Mittlerweile sehen 40% der Zukunft pessimistischer entgegen. Dennoch, für 59% der befragten Unternehmen wird die Ertragssituation unverändert bleiben und für ein Unternehmen anziehen.

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