Wirtschaft

IV-Präsident kritisiert "sehr bescheidenes" Forschungsbudget des Landes Salzburg

IV-Präsident Peter Unterkofler fordert mittelfristig eine Verdoppelung des Budgets für Forschung & Entwicklung (F&E). Nachholbedarf ortet er auch beim Abrufen von Mitteln der Forschungsförderung.

Die Verhandlungen für das Landesbudget 2020 laufen. IV-Präsident Peter Unterkofler fordert dabei mehr Geld für Forschung & Entwicklung. O-Ton: „Salzburg braucht eine Technologieoffensive.“  SN/iv salzburg
Die Verhandlungen für das Landesbudget 2020 laufen. IV-Präsident Peter Unterkofler fordert dabei mehr Geld für Forschung & Entwicklung. O-Ton: „Salzburg braucht eine Technologieoffensive.“

Das Forschungsbudget des Landes Salzburg sei im Vergleich zu anderen Bundesländern "sehr bescheiden". Das kritisiert IV-Präsident Peter Unterkofler.

Er drängt darauf, dass das Land mehr Geld in die Hand nimmt. "Eine Verdoppelung des F&E-Budgets wird ein großer, aber mittelfristig unerlässlicher Schritt sein. Wir brauchen für unsere Unternehmen ein starkes Bekenntnis auf Landesebene."

Bei der Forschung liegt Salzburg nur auf dem drittletzten Platz

Die F&E-Quote ist Salzburg ist im Jahr 2017 leicht auf 443 Mill. Euro gestiegen. Das entspricht 804,10 Euro pro Einwohner. Mit dieser Quote liegt Salzburg allerdings nur an der drittletzten Stelle im Bundesländervergleich. Die Betriebe haben ihr Ausgaben von 2015 auf 2017 um 22 Prozent gesteigert - von 234,3 auf 284,7 Mill. Euro. Auch das Land Salzburg hat sein Engagement erhöht - von 12,9 auf 14,8 Mill. Euro (plus 15 Prozent). Der Beitrag des Bundes ist allerdings im selben Zeitraum von 103,0 auf 96,4 Mill. Euro (minus 6,4 Prozent) gesunken.

Meilenweit entfernt von der angepeilten F&E-Quote für 2020

Für 2017 ist die F&E-Quote von 1,5 auf 1,6 Prozent leicht gestiegen. Im Vergleich zu führenden Industrieregionen in Europa - die eine F&E-Quote zwischen drei und fünf Prozent aufweisen - ist das allerdings noch immer relativ wenig. Wenn man sich zudem die politisch angepeilten 3,76 Prozent für das Jahr 2020 vor Augen führe, "wird deutlich, dass Salzburg einen Verbesserungsbedarf aufweist".

Salzburg ruft nur wenig Geld aus Förderungsprogrammen ab

Die Unternehmen tragen weiter den größten Teil der F&E-Ausgaben, heißt es bei der Industriellenvereinigung. Aufholbedarf habe Salzburg auch beim Abrufen von Mitteln aus den Forschungsförderungsprogrammen: Nur 3,3 Prozent der Gelder aus dem Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) fließen nach Salzburg. Beim Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) sind es 4,6 Prozent.

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