Wirtschaft

Jänner: Arbeitslosigkeit sank auch bei älteren Arbeitslosen

Der Jahresbeginn brachte - nicht zuletzt wegen der anhaltenden Hochsaison im Tourismus - nun auch bei älteren Arbeitskräften über 50 die lang ersehnte Entspannung mit einem spürbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit um minus 8,4 Prozent.

Salzburgs AMS-Chef Siegfried Steinlechner freut sich über die anhaltende Hochkonjunktur.  SN/robert ratzer
Salzburgs AMS-Chef Siegfried Steinlechner freut sich über die anhaltende Hochkonjunktur.

Wie üblich, kennzeichnet den Jänner ein Hoch bei der Beschäftigung im Tourismus ebenso wie ein Hoch bei der Saisonarbeitslosigkeit im Bauwesen. Was diesmal aber dazukommt, ist eine erfreuliche Entwicklung bei der Altersarbeitslosigkeit: "Die Anstrengungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik kommen mit der Dauer des Konjunkturaufschwungs jetzt auch bei älteren Arbeitslosen an", kommentiert Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, den Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den über 50-Jährigen um minus 8,4 Prozent. Das Bemerkenswerte daran sei, so AMS-Chef Steinlechner, das Ausmaß des Rückgangs in der Altersgruppe zwischen 50 und 55 Jahren mit einem Minus von 14,1 Prozent. Das ist ein stärkerer Rückgang als bei unter 25-Jährigen, wo die Arbeitslosigkeit um 13,3 Prozent rückläufig war.

Zunahme der Langzeitarbeitslosigkeit gebremst

Die Gesamtarbeitslosigkeit ist zum Stichtag Ende Jänner im Bundesland Salzburg mit minus 8,8 Prozent bzw. 1507 Personen auf 15.631 Vorgemerkte ebenfalls deutlich gesunken (Österreich: minus 10,2 Prozent). Rechnet man die um 1,7 Prozent auf 2826 leicht gestiegene Zahl an Schulungsteilnahmen ein, dann waren in Salzburg 18.457 Personen ohne Beschäftigung - ein Rückgang um 7,3 Prozent (Österreich: minus 7,7 Prozent).

Bei einer vorläufig noch geschätzten Zunahme der Beschäftigung um 2,1 Prozent auf rund 260.000 Dienstverhältnisse beträgt die Arbeitslosenquote 5,7 Prozent. Das ist im Vorjahresvergleich ein deutlicher Rückgang um 0,6 Prozentpunkte und bedeutet österreichweit die zweitniedrigste Quote knapp hinter Tirol mit 5,6 Prozent (Österreich: 9,5%).

Doppelt so viele Männer wie Frauen arbeitslos

Saisonal bedingt, war die Zahl arbeitsloser Männer mit 10.568 Personen (minu 6,0 Prozent) mehr als doppelt so hoch wie jene der Frauen mit 5083 Personen (minus 6,0 Prozent). Weiterhin steigend, allerdings stark abgeschwächt, ist die Langzeitarbeitslosigkeit über ein Jahr mit einem Plus von 5,2 Prozent auf 1.264 Personen.

Arbeitslosigkeit sinkt nun auch im Gesundheits- und Sozialwesen

Bei den zahlenmäßig dominierenden Wirtschaftsklassen weisen die Warenherstellung (minus 12,8 Prozent) und die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (minus 12,7 Prozent) die stärksten Rückgänge auf. Bei Letzterer ist vor allem die Arbeitskräfteüberlassung mit einem Minus von 15,7 Prozent dafür verantwortlich. Handel (minus 10,3 Prozent) und Bauwesen (minus 10,1 Prozent) warten ebenfalls mit überproportional sinkenden Arbeitslosenzahlen auf. Als bemerkenswert stuft man beim AMS Salzburg auch die erstmals seit langem rückläufige Arbeitslosigkeit im Gesundheits- und Sozialwesen (minus 5,1 Prozent) ein, wozu sowohl das Gesundheits- (minus 8,0 Prozent) als auch das Sozialwesen (minus 6,4 Prozent) beigetragen haben. Lediglich bei Heimen war ein Zuwachs (+8,0%) zu verzeichnen. Die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Stellen ist um ein Fünftel (plus 19,9 Prozent) auf 5947 gestiegen.

Gute Lage am Lehrstellenmarkt

Erfreut zeigt man sich beim AMS auch über die Entwicklung am Lehrstellenmarkt: "Obwohl um 7,9 Prozent mehr Lehrstellensuchende erfasst worden sind, ist die Zahl der Ausbildungsplätze, die diesen jungen Menschen angeboten werden können, um 23,3 Prozent gestiegen", so Siegfried Steinlechner. Aktuell sind beim AMS Salzburg 341 sofort verfügbare Lehrstellensuchende und 719 sofort verfügbare offene Lehrstellen gemeldet.

Auch die regionale Arbeitslosenstatistik zeigt solide Rückgänge in allen Salzburger Bezirken, wobei die Arbeitslosigkeit im nördlichen Zentralraum mit einem Minus von 13,4 Prozent im Flachgau und einem Minus von 12,7 Prozent im Tennengau am stärksten sinkt. Es folgt der Lungau (minus 9,0 Prozent), der Pongau (minus 7,1Prozent), die Stadt Salzburg (minus 6,8 Prozent) und der Pinzgau (minus 5,5 Prozent).

Quelle: SN

WIRTSCHAFT-NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt kostenlos den Wirtschaft-Newsletter der "Salzburger Nachrichten".

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 27.10.2020 um 01:10 auf https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/jaenner-arbeitslosigkeit-sank-auch-bei-aelteren-arbeitslosen-23690302

Covid-Aufruf der Behörden

Personen, die sich zu folgenden Zeiten an den angegebenen Orten befunden haben, werden ersucht, ihren Gesundheitszustand zu beobachten: Dienstag, 20. Oktober bis Freitag, 23. Oktober, Gaststätte "kenn i di", …

Kommentare

Schlagzeilen